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Börsengang: Kabel-Aktie startet mit leichtem Gewinn

Mit dem größten Börsengang seit mehr als zwei Jahren hat Kabel Deutschland Hoffnungen auf ein Ende der Flaute bei den Neuemissionen geweckt.

Mit dem größten Börsengang seit mehr als zwei Jahren hat Kabel Deutschland Hoffnungen auf ein Ende der Flaute bei den Neuemissionen geweckt. Die Aktie des Kabelnetzbetreibers startete in ihren ersten Handelstag mit einem leichtem Gewinn. Der erste Kurs wurde mit 22,50 Euro festgestellt, das entspricht einem Aufschlag von 2,2 Prozent. Die 34,5 Millionen Papiere waren zu einem Preis von 22 Euro ausgegeben worden. Bis zum Mittag bewegte sich das Papier in der Spanne zwischen 22,105 und 22,825 Euro.

Der mit einem Volumen von 760 Millionen Euro laut Kabel Deutschland größte Börsengang seit mehr als zwei Jahren in Deutschland war deutlich überzeichnet. Privatanlegern wurden 50 Prozent der von ihnen georderten Aktien zugeteilt, wie das Unternehmen mitteilte. Die an die Börse gebrachten Aktien stammen von den Eigentümern von Kabel Deutschland, unter anderem dem US-Investor Providence, die sich damit von mehr als einem Drittel der 90 Millionen Anteile trennten.

Kabel Deutschland ist mit 8,9 Millionen angeschlossenen Haushalten in 13 Bundesländern der größte Kabelnetzbetreiber in der Bundesrepublik. Neben Fernsehanschlüssen werden auch Internet- und Telefonverbindungen angeboten. Im Geschäftsjahr 2008/2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von 1,37 Milliarden und verbuchte 72 Millionen Euro Verlust.

Nach Kabel Deutschland stehen in den kommenden Tagen noch weitere Börsengänge an. Am 26. März sollen fast 13 Millionen Aktien des Hamburger Modeunternehmens Tom Tailor an die Börse kommen. Die Preisspanne liegt zwischen 11 und 15 Euro. Am 29. März will dann der Chemikalienhändler Brenntag sein Debüt an der Börse geben. In den vergangenen zwei Jahren hatten wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise keine größeren Börsengänge mehr in Deutschland gegeben.

APN / APN