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British Airways: Tarif-Streik legt Flüge lahm

Ein Streik bei der Fluggesellschaft British Airways dürfte in der kommenden Woche den Flugverkehr via London zum Erliegen bringen: Bisher wurden schon 700 Verbindungen gestrichen. Hoffnung gibt es nur noch für Langsteckenflieger.

Wegen eines Streiks bei der britischen Fluggesellschaft British Airways (BA) wird es in der kommenden Woche vermutlich zu erheblichen Behinderungen im internationalen Flugverkehr kommen. Die Tarifgespräche für das Kabinenpersonal wurden in London für gescheitert erklärt. Zugleich sagte BA für Dienstag und Mittwoch fast alle Verbindungen vom und zum Flughafen London-Heathrow ab. Nur einige Langstreckenflüge sollen landen können. Auf dem anderen Londoner Flughafen Gatwick wurden alle Flüge zu europäischen Zielen gestrichen.

Damit wird es in London - dem wichtigsten europäischen Drehkreuz für den Luftverkehr - vermutlich zum dritten Mal innerhalb weniger Monate ein Chaos geben. In Heathrow war der Verkehr bereits nach einem Terror-Alarm im August vergangenen Jahres sowie durch tagelangen Nebel kurz vor Weihnachten praktisch komplett zum Erliegen gekommen. Insgesamt wurden rund 700 Flüge gestrichen. Die größte britische Fluglinie hat täglich auch mehr als 60 Verbindungen nach Deutschland.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Streit zwischen Geschäftsführung und Kabinenpersonal um neue Regeln für die Krankschreibung und die Höhe der Einstiegsgehälter. In einer Urabstimmung hatten sich die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten mit 96 Prozent für einen Arbeitskampf ausgesprochen, falls es keine Einigung gibt. Die Gewerkschaft hat für Februar auch schon weitere Streiktermine im Visier. Insgesamt zählen bei BA rund 14.000 Beschäftigte zum Kabinenpersonal.

Passagiere werden zu Opfern des Streiks

Konzernchef Willie Walsh warf der Gewerkschaft Transport & General Workers Union (T&G) vor, die Passagiere zu "unschuldigen Opfern eines ungerechtfertigten Streiks" zu machen. Zugleich bekräftigte er das Ziel, doch noch vor Dienstag eine Einigung am Verhandlungstisch zu erreichen. Alle Fluggäste sollten auf spätere Maschinen oder andere Fluglinien umgebucht werden beziehungsweise ihr Geld zurück bekommen, hieß es.

DPA / DPA
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