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News zur Coronavirus-Pandemie RKI meldet 9762 Corona-Neuinfektionen

Knapp 28.000 Neuinfektionen – 300 Studierende nach Ausbruch in Wohnheim in Quarantäne
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Biontech-Chef: Können ab Spätsommer normales Leben führen +++ Umfrage: Mehrheit der Deutschen möchte sofortige Lockerungen +++ Handel: Merkel soll am 3. März Öffnungsstrategie vorlegen +++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie im stern-Ticker.

RKI meldet 9762 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9762 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 369 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9164 Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 63,8 - und damit etwas höher als am Vortag (62,6).

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Vor vier Wochen, am 30. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 90,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Biontech-Chef im Interview: Können ab Spätsommer normales Leben führen

Biontech-Chef Uğur Şahin geht davon aus, dass die Menschen in einiger Zeit eine dritte Dosis einer Corona-Schutzimpfung brauchen könnten. Dem "Spiegel" sagte Şahin zudem, dass die Infektionsrate in Deutschland seiner Ansicht nach erst "ab Ende Mai oder Anfang Juni einen deutlichen impfstoffbedingten Rückgang verzeichnen" könnte. „Wir haben das Problem, dass B.1.1.7 nun auch hier anfängt zu grassieren. Ab Mitte März sollte sich bei der zuerst geimpften älteren Bevölkerung die Mortalität reduzieren, wenn die Impfungen weiter vorangehen“, erklärte Sahin. "Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen", sagte der 55-Jährige. Das bedeute nicht, dass es keine neuen Ansteckungen mehr gebe. "Aber, dass wir ein normales Leben haben können."

RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden. Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. 

Altmaier kündigt Nachbesserung bei Coronahilfen an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat eine Nachbesserung bei den in der Kritik stehenden Coronahilfen angekündigt. Bei der Überbrückungshilfe III gebe es nun die Möglichkeit, dass Firmen Abschlagszahlungen von insgesamt 800.000 Euro ausgezahlt bekommen, wie Altmaier in Berlin nach digitalen Beratungen mit seinen Amtskollegen der Länder sagte. Dies sei ab Freitag möglich. "Das wird vielen helfen, die dringend auf dieses Geld angewiesen sind", sagte Altmaier.

EMA gibt grünes Licht für Corona-Antikörpermittel REGN-COV2

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA befürwortet die vorläufige Anwendung des zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen eingesetzten Antikörpermittels REGN-COV2. Das Mittel des US-Unternehmens Regeneron kann nach Einschätzung der EMA bereits vor Marktzulassung zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein hohes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs besteht. Die Bundesregierung hatte im Januar bereits 200.000 Dosen Antikörper-Mittel für 400 Millionen Euro gekauft.

Hamburg führt an Wochenenden Maskenpflicht in beliebten Parks ein

Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation in der Corona-Pandemie führt Hamburg an den Wochenenden eine Maskenpflicht in besonders beliebten großen Parks und Grünanlagen ein. Das teilte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach einer Senatssitzung mit. Die Vorschrift zum Maskentragen gelte darüber hinaus auch an allen Stellen im öffentlichen Raum, in denen es "eng" werde und Abstände nicht garantiert seien. Betroffen von der Maskenpflicht sind Tschentscher zufolge etwa die Grünanlagen entlang der Alster, der Hamburger Stadtpark und das Elbufer. Die Pflicht gilt jedoch nur an Wochenende tagsüber zwischen 10.00 und 18.00 Uhr.

Studie: Biontech-Impfung reduziert asymptomatische Corona-Infektionen

Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Impfung nicht nur symptomatische Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch dabei helfen kann, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Bei der noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlichten Untersuchung wurden mehrere Tausend symptomfreie Mitarbeiter im britischen Gesundheitssystem getestet.

Polizei will unverhältnismäßig wirkenden Corona-Einsatz nachbereiten

Ein Video über einen unverhältnismäßig wirkenden Corona-Polizeieinsatz im Hamburger Jenischpark hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Die Polizei will ihn jetzt intern aufarbeiten, wie sie ankündigte. "Das muss bewertet werden. Aber das machen wir nicht innerhalb von fünf Minuten", sagte Polizeisprecher Holger Vehren. Es sollen nun die eingesetzten Beamten befragt und geprüft werden, ob es weitere Videos mit einer anderen Perspektive gibt, um den Fall besser einschätzen zu können. Auf dem von einem Parkbesucher bei Twitter geposteten Video ist zu sehen, wie ein Streifenwagen mit Sirene und Blaulicht einem flüchtenden Jugendlichen hinterher fährt. Dabei schert das Auto zunächst mit dem Heck nach links aus und schrammt nur knapp an zwei rennenden Beamten vorbei. Dann fährt es über eine Bodenwelle und scheint ein Teil des Unterbodens zu verlieren. Auch wirkt es so, als ob der Abstand zwischen dem Flüchtenden und dem Fahrzeug teilweise nur wenige Zentimeter beträgt.

Bundesregierung erklärt Malta zum Corona-Hochrisikogebiet

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass dann schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

88-Jähriger rast mit 191 Sachen zum Impftermin

Geblitzt statt geimpft: Ein 88-jähriger Elsässer ist mit 191 Stundenkilometern in eine Radarfalle gerast, wie die französische Polizei mitteilte. Als die Beamten ihn nahe dem Ort Bischoffsheim anhielten, begründete der Mann die massive Geschwindigkeitsübertretung mit einem Corona-Impftermin, zu dem er sonst zu spät kommen würde. Auf der Strecke waren maximal 110 Stundenkilometer erlaubt. Durch die Raserei verlor der Senior seinen Führerschein. Auch sein Auto wurde vorerst stillgelegt, sodass er seine Corona-Impfung nun zu einem späteren Termin nachholen muss.

Coronakrise sorgt für Rekordausgaben bei der Bundesagentur für Arbeit

Wegen der Folgen der Corona-Pandemie haben die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im vergangenen Jahr Rekordniveau erreicht. Sie stiegen auf 61 Milliarden Euro und lagen damit über dem bisherigen Höchstwert von 56,8 Milliarden Euro aus dem Jahr 2003, wie die BA mitteilte. Vor allem für das Kurzarbeitergeld und das Arbeitslosengeld musste die Behörde hohe Summen in die Hand nehmen.

Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 waren den Angaben zufolge in der Spitze sechs Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit - und die entsprechenden Ausgaben stiegen "auf ein historisches Hoch": Die BA zahlte im vergangenen Jahr 22,1 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld aus. Im Jahr 2019 waren es lediglich 157 Millionen Euro; während der Finanzkrise zwischen 2008 und 2012 waren es insgesamt 8,5 Milliarden Euro.

Seehofer: Grenzkontrollen zu Frankreich stehen nicht zur Diskussion

Trotz der besorgniserregenden Corona-Lage in der französischen Grenzregion Moselle geht Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nicht von verschärften Kontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol aus. Zwar habe man in der französischen Region eine Entwicklung mit mutierten Viren, die nicht schön sei, sagte Seehofer in Heilbronn. Man sei deshalb auch im Gespräch, welche Maßnahmen auf Seite der Franzosen Zu treffen seien, und welche in Rheinland-Pfalz und im Saarland. „Das läuft auf Hochtouren.“ Die Franzosen wollten am Montag entscheiden, sagte Seehofer. „In diesen ganzen Überlegungen stehen bis zur Stunde Grenzkontrollen nicht zur Diskussion.“

Das Département Moselle grenzt an das Saarland und Rheinland-Pfalz. In den vergangenen Wochen hatte sich dort die Corona-Lage verschärft. Sorge bereitet besonders das verstärkte Auftreten gefährlicher Coronavarianten. Frankreich hat seine Einreiseregeln für diese Region in Absprache mit der deutschen Seite bereits leicht verschärft. Grenzgänger, die nicht aus beruflichen Gründen einreisen wollen, müssen ab 1. März einen negativen PCR-Test vorlegen.

Biontech-Gründerpaar bekommt Bundesverdienstkreuz

Die Gründer des Biotech-Unternehmens und Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci und Uğur Şahin, bekommen das Bundesverdienstkreuz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde dem Ehepaar am 19. März im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen, teilte das Bundespräsidialamt mit.

Bundestag billigt Corona-Steuerentlastungen

Familien, Gaststätten sowie Firmen und Selbstständige sollen bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie weitere steuerliche Hilfen erhalten. Der Bundestag billigte am Freitag in Berlin mit den Stimmen von Union und SPD sowie FDP und AfD das Dritte Corona-Steuerhilfegesetz, mit dem Entlastungen verlängert werden. Linke und Grüne enthielten sich. Die Opposition kritisierte die Pläne als unzureichend.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Familien in diesem Jahr wie schon 2020 einen einmaligen Kinderbonus von 150 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind bekommen. Zudem soll den seit Monaten geschlossenen Restaurants steuerlich geholfen werden.

Auf Speisen in der Gastronomie soll weiter der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent anfallen. Das kann aber erst wirken, wenn die Gastronomie wieder öffnet - deshalb soll die Steuersenkung auch bis Ende 2022 gelten. Bisher war sie bis zum Sommer befristet. Auf Getränke bleibt es beim Satz von 19 Prozent.

Niederländisches Gericht: Ausgangssperre ist rechtmäßig

Im heftigen Rechtsstreit um die Ausgangssperre in den Niederlanden hat das Berufungsgericht nun der Regierung recht gegeben. Die staatliche Maßnahme gegen die Corona-Pandemie sei auf einer rechtmäßigen Rechtsgrundlage eingeführt worden, entschied das Gericht in Den Haag. Damit wurde das Urteil der vorigen Instanz aufgehoben.

In erster Instanz hatte der Richter erklärt, dass es für die Einführung der Maßnahme keine akute Notlage gegeben habe. Dem widersprachen die Berufungsrichter: "Die Corona-Pandemie ist als Anlass ausreichend." Angesichts der Schwere der Pandemie sei auch die zweiteilige Einschränkung von Grundrechten wie die Bewegungsfreiheit gerechtfertigt.

RKI-Chef warnt vor dritter Corona-Welle und mahnt zu Vorsicht

Wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, große Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten angemahnt. Die Bürgerinnen und Bürger müssten im Umgang mit der Pandemie "weiter wachsam" sein, "ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle hinein", sagte Wieler. 

Bei den Infektionszahlen gebe es derzeit eine Stagnation, sie sänken nicht weiter, sagte er. "Wir alle wollen unseren Alltag zurück", sagte Wieler. "Das erreichen wir nur, wenn wir die Fallzahlen dauerhaft senken."

Der RKI-Präsident verwies darauf, dass es Hinweise auf erste messbare Positiv-Effekte der Impfkampagne gebe. Die Fallzahlen in der Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen nehme ab, sagte Wieler. "Das ist wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfungen."

"Politbarometer": Wachsender Anteil der Bürger hält Corona-Regeln für übertrieben

In der Bevölkerung wächst der Anteil der Menschen, die die strengen Corona-Regeln für übertrieben halten. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" gab zwar weiterhin eine Mehrheit von 55 Prozent der Befragten an, dass sie die Maßnahmen für gerade richtig hält. Im Vergleich zur vorherigen Befragung im Januar stieg aber der Anteil derjenigen, die die Regeln übertrieben finden, deutlich von 14 auf 23 Prozent. Lediglich 18 Prozent sind aktuell für strengere Maßnahmen.

Eine Mehrheit von 56 Prozent der Befragten meint zudem, dass es jetzt zu Lockerungen kommen soll, dagegen lehnen 41 Prozent dies ab. Allerdings würden viele Deutsche dies anders bewerten, falls die Corona-Infektionszahlen deutlich ansteigen sollten: In diesem Fall befürworten nur noch 21 Prozent eine Lockerung der Corona-Maßnahmen. 

Südkorea und Hongkong beginnen mit Corona-Impfkampagnen

Südkorea und Hongkong haben am Freitag mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken, übertrug Südkorea am Freitag die erste Impfung in einem öffentlichen Gesundheitszentrum in Seoul im Fernsehen, Präsident Moon Jae In war persönlich anwesend. In Hongkong wurde die Impfkampagne mit dem Wirkstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. 

Trotz fehlender Daten aus der letzten klinischen Testphase bekam das Sinovac-Vakzin in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung in Hongkong. Erste Studien hatten eine Wirksamkeit des Wirkstoffes von 50 bis 62 Prozent ergeben. Laut der Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone sind insgesamt 22,5 Millionen Impfstoffdosen für die 7,5-Millionen-Stadt bei drei Unternehmen vorbestellt worden: Sinovac, Biontech und Astrazeneca.

Hälfte aller Israelis mindestens einmal geimpft

Die Hälfte aller Israelis ist mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies ging am Freitag aus Daten des israelischen Gesundheitsministeriums hervor. Die Erstimpfung erhielten seit Beginn der Impfkampagne kurz vor Weihnachten demnach rund 4,7 Millionen Menschen, die Zweitimpfung etwa 3,3 Millionen. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes lebten im Dezember 9,294 Millionen Menschen in Israel. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt die Impfung von mindestens 6,2 Millionen Menschen an.

Corona in den USA: Rund 75.000 Neuinfektionen und mehr als 2200 Tote

In den USA ist die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Die Behörden meldeten am Donnerstag 75.176 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Am Donnerstag der Vorwoche waren noch 69.266 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 299 786 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung ging im Wochenvergleich leicht zurück. Sie lag laut JHU am Donnerstag bei 2237. Am gleichen Tag der Vorwoche waren 2451 Todesfälle gemeldet worden. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4407 Toten verzeichnet.

Hunderte verstoßen gegen Corona-Regeln auf Karnevalsfeiern in Israel

Bei Feiern anlässlich des jüdischen Karnevalsfestes Purim haben in Israel nach Angaben der Polizei Hunderte gegen Corona-Regeln verstoßen. In Jerusalem lösten Beamte eine Party mit rund 250 Teilnehmern in einem Hotel auf, wie die Polizei am Freitag mitteilte. An anderen Orten der Stadt wurden demnach weitere Feiern mit jeweils Dutzenden Gästen beendet.

Aus Sorge vor einer Zunahme von Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat die Regierung anlässlich des Purim-Festes von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen nächtliche Lockdowns verhängt. Man darf sich dann nicht weiter als 1000 Meter von seiner Wohnung entfernen und auch nicht andere Haushalte besuchen. Partys dürfen nicht während der Lockdown-Stunden gefeiert werden.

Österreichs Kanzler für einheitliche Grenzregelungen

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz dringt auf eine einheitliche Grenzregelung in der Europäischen Union. "Ich hoffe, dass Europa bald ein einheitliches Vorgehen an den Grenzen zustande bringt", sagte er dem "Münchner Merkur". "Es gibt ja auch in Deutschland unterschiedlich strenge Grenzregelung, je nach Himmelsrichtung."

Es sei sinnvoll, in Pandemiezeiten "auf ein Sicherheitsnetz mit Tests, Masken und anderem" zu setzen, sagte Kurz. "Aber Maßnahmen, die dazu führen, dass der Binnenmarkt gefährdet wird, Menschen nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz kommen und Familien auseinandergerissen werden, halte ich nicht für sinnvoll."

Handel: Merkel soll am 3. März Öffnungsstrategie vorlegen

Der Handel in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, am 3. März eine "vom Bund und von allen 16 Bundesländern getragene, einheitliche Öffnungsstrategie vorzulegen". Dem Handel und seinen Beschäftigen müsse endlich eine tragfähige Zukunftsperspektive geboten werden, verlangten der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE) Josef Sanktjohanser und zahlreiche Topmanager der Branche in einem Brief an die Kanzlerin, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nach wie vor vermisse die Wirtschaft eine klug zwischen Bund und Ländern abgestimmte Politik mit Impfkonzept, angepassten Hygieneregeln, Teststrategien und App-Lösungen, die funktionieren und bei denen Datenschutzregeln temporär krisenbedingt zur besseren Rückverfolgbarkeit der Infektionen suspendiert würden, heißt es in dem Brief. Dabei könne auf diesem Weg sowohl dem Gesundheitsschutz als auch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten des Lockdowns Rechnung getragen werden.

RKI registriert 9997 Corona-Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9997 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 94,4 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Soziologe: Gegner der Corona-Maßnahmen trauen der Regierung nicht

Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen haben sich nach Überzeugung des Soziologen Simon Teune nicht erst Schritt für Schritt im Laufe des vergangenen Jahres radikalisiert. "Wenn man diese Proteste unter den verschiedenen Namen Hygienedemos, Querdenker und so weiter genauer anguckt, sieht man, dass viele, die da teilnehmen, schon vor den Protesten eine radikale Deutung der Corona-Krise plausibel fanden", sagte Teune der Deutschen Presse-Agentur.

"Sie sind überzeugt, dass damit die Gefahr einer Entdemokratisierung verbunden ist und dass sich Deutschland bereits auf dem Weg in die Diktatur befindet", so der Protestforscher, der am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam arbeitet. "Diese weitreichenden Deutungen haben schon von Anfang an bei den Protesten die Runde gemacht, die Deutung, dass die Presse gleichgeschaltet sei mit Bezug auf das Thema Corona oder dass es den Regierenden in erster Linie darum gehe, Corona als Vorwand zu benutzen, um Grundrechte einzuschränken", erklärte Teune.

Der Soziologe rechnet nicht damit, dass die Proteste bald noch größer werden: "Auf der Straße waren in der Spitze vielleicht 40 000 Leute, aber die Videos, in denen Zweifel an den Corona-Maßnahmen gesät wurden, haben zum Teil mehrere Millionen gesehen", so der Protestforscher. "Es gibt durchaus einen größeren Kreis von Sympathisanten, die hinter diesen Protesten stehen, aber die sind nicht unbedingt mobilisierbar für Straßenproteste", sagte Teune. "Diese 40 000 sind der hoch mobilisierte Kern der Protestbewegung. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben sie sicher bestärkt. Aber die Hürden, zu den Protesten zu gehen, sind mit dem wachsenden Einfluss der extremen Rechten auch höher geworden."

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Südkorea beginnt mit landesweiten Corona-Impfungen

Südkorea hat mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erster Impfstoff wurde am Freitag das Vakzin von Astrazeneca verabreicht. Kurz vor dem offiziellen Start der landesweiten Impfkampagne am Morgen (Ortszeit) habe eine 61-jährige Altenpflegerin in Seoul die erste Spritze erhalten, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS. Präsident Moon Jae In hatte den etwa 52 Millionen Einwohnern des Landes eine kostenlose Corona-Schutzimpfung versprochen.

Zuerst sollten mehr als 5000 Pflegekräfte und Patienten in 213 Pflege- und Reha-Einrichtungen geimpft werden. Entgegen früherer Planungen schlossen die Gesundheitsbehörden zunächst Menschen im Alter von 65 Jahren und älter von der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin aus. Es gebe nicht genug Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen.

rös / wue DPA AFP

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