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News von heute Schweiz will Corona-Maßnahmen bundesweit verschärfen

Menschen stehen in Zürich in Warteschlange
Die Schweizer Regierung will angesichts der vierten Welle die 3G-Regel ausweiten (Symbolbild)
© Michael Buholzer / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

17.51 Uhr: Schwedens neue Regierungschefin ernennt erste Transgender-Ministerin

Schwedens neue Regierungschefin Magdalena Andersson hat die 51-jährige Transgender Lina Axelsson Kihlblom zur Schulministerin und damit zur ersten Transgender-Ministerin des skandinavischen Landes ernannt. In ihrem 2015 erschienenen Buch "Wirst Du mich jetzt lieben?" beschreibt Kihlblom, wie sie zunächst als Mädchen im Körper eines Jungen groß wurde und sich dann zur Frau entwickelte. Dieser Prozess dauerte, bis sie 25 Jahre alt war.

17.36 Uhr: Schweiz will Corona-Maßnahmen bundesweit verschärfen

Nach langem Zögern will auch die Schweiz erstmals seit Beginn der vierten Corona-Welle die Maßnahmen bundesweit verschärfen. Die Regierung will unter anderem die Gültigkeit von Corona-Tests reduzieren. PCR-Tests wären dann nur noch 48 statt 72 Stunden gültig, Antigen-Schnelltests nur noch 24 statt 48 Stunden. Über die Vorschläge gibt es bis Mittwochabend Konsultationen unter anderem mit den Kantonen, ehe Beschlüsse gefasst werden.

Die Regierung schlägt auch vor, die 3G-Regel künftig auch bei Vereinstreffen mit unter 30 Menschen einzuführen. 3G bedeutet, einen Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einem negativen Test vorzulegen. 3G soll auch bei Familien- und Freundestreffen ab elf Personen gelten. Zudem will die Regierung die Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Betrieben ausweiten.

17.22 Uhr: Dringender Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen

Auch in Sachsen gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron. "Es ist ein dringender Verdacht", sagte eine Sprecherin der Uniklinik Leipzig am Nachmittag. Anders als von der Stadt Leipzig am Dienstagvormittag bekanntgegeben, sei der Fall aber noch nicht endgültig durch eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Über den Verdacht hatte die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet. Betroffen ist demnach ein 39 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

17.19 Uhr: Bolsonaro tritt mit Blick auf Präsidentenwahl rechtsgerichteter Partei PL bei

Ein Jahr vor der Präsidentenwahl in Brasilien ist der Amtsinhaber Jair Bolsonaro der rechtsgerichteten Liberalen Partei (PL) beigetreten. "Der Beitritt ist eine einfache Sache, aber von großer Bedeutung", erklärte der rechtsradikale Staatschef in der Hauptstadt Brasília. Bolsonaro wechselte bereits zum neunten Mal die Parteizugehörigkeit, was in Brasilien allerdings nichts Ungewöhnliches ist. Der 66-Jährige will mit der PL-Zugehörigkeit die Chancen auf eine Wiederwahl im Oktober 2022 wahren, eine Bewerbung um das Präsidentenamt ohne Parteizugehörigkeit ist in Brasilien nicht zulässig.

Derzeit kommt Bolsonaro in den Umfragen nur auf etwa 22 Prozent Zustimmung und ist damit so unpopulär wie noch nie seit seinem Amtsantritt. Seine Landsleute kreiden ihm vor allem den leichtfertigen Umgang mit der Corona-Pandemie an; in Brasilien wurden fast 615.000 Todesopfer im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 verzeichnet.

17 Uhr: Vier Fälle der Omikron-Variante in Baden-Württemberg nachgewiesen

Auch in Baden-Württemberg sind nun die ersten Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron aufgetaucht. Das Gesundheitsamt im Alb-Donau-Kreis habe vier Personen gemeldet, die sich nachweislich mit der Mutation infiziert hätten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Drei der Infizierten seien von einer Geschäftsreise aus Südafrika zurückgekehrt, die vierte Person stamme aus dem familiären Umfeld von einem der Reiserückkehrer. Alle vier Personen seien vollständig geimpft.

16.52 Uhr: Bundeswehr-General Breuer soll neuen Corona-Krisenstab leiten

Der Bundeswehr-General Carsten Breuer soll den neuen Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt leiten. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach den Bund-Länder-Beratungen zur Pandemie-Lage mit. Der Bund-Länder-Krisenstab soll demnach umgehend eingerichtet werden und "Koordinierung und Zusammenarbeit bei der Steuerung der Impfkampagne, bei Impfstofflieferung und -verteilung stärken".

16.39 Uhr: 14 Tote bei Absturz eines Militär-Hubschraubers in Aserbaidschan

Beim Absturz eines Militärhubschraubers in Aserbaidschan sind am Dienstag im Osten des Landes 14 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Wie der Grenzschutz der Kaukasusrepublik mitteilte, gab es zudem zwei Verletzte. Die Maschine war demnach am Morgen zu einem Übungsflug in der Region von Chisi unterwegs. Alle Opfer der Unglücks gehörten den Angaben zum Militär, eine Untersuchung soll die Absturzursache aufklären.

Mitte November hatte es heftige Gefechte zwischen den verfeinden Kaukasusrepubliken Aserbaidschan und Armenien gegeben. Die Spannungen zwischen den Nachbarstaaten bestehen weiter, nachdem ihr bewaffneter Konflikt im vergangenen Jahr unter Vermittlung Russlands beendet worden war. 

16.00 Uhr: Drei freilaufende Ponys verursachen Unfälle auf Autobahn in Nordrhein-Westfalen

Drei freilaufende Ponys haben auf der Autobahn 2 nahe Bielefeld in Nordrhein-Westfalen Verkehrsunfälle verursacht. Zwei der Tiere starben bei Kollisionen mit Autos, wie die Bielefelder Polizei mitteilte. Demnach wurden in der Nacht mehrmals drei Ponys auf dem Seitenstreifen gemeldet. Die Unfälle ereigneten sich, als die Polizei schon unterwegs war.

15.55 Uhr: Im Sudan gehen Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen Demonstranten vor

Bei Demonstrationen gegen eine neue Übergangsregierung im Sudan sind Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Khartum mit Tränengas gegen Tausende Protestierende vorgegangen. Die Proteste am Dienstag richteten sich gegen die weitere Beteiligung des Militärs an der Übergangsregierung. Die Demonstranten warfen Regierungschef Abdullah Hamdok Verrat vor. Am Montag hatte das Militär alle politischen Gefangenen freigelassen, die während des Putsches am 25. Oktober festgenommen worden waren.

15.50 Uhr: Polens Parlament verabschiedet Gesetz zum Schutz der Grenze

Polens Parlament hat einem Gesetz zum Schutz der Grenze zugestimmt, das eine zeitweise Einschränkung der Bewegungs- und Pressefreiheit an den EU-Außengrenzen zu Belarus, Russland und der Ukraine möglich macht. Hintergrund ist die anhaltende Krise um Tausende Migranten an Polens Grenze zu Belarus. Eine deutliche Mehrheit von Abgeordneten stimmte am Dienstag für die Novelle der nationalkonservativen Regierungspartei PiS. Vertreter der Opposition hatten zuvor bemängelt, die PiS-Regierung wolle den Zugang von kritischen Journalisten zu der Grenzregion dauerhaft blockieren.

15.45 Uhr: Gericht erklärt Besoldung von Beamten in Hessen verfassungswidrig

Hessens Beamte sind nach Ansicht des Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel von 2013 bis 2020 nicht ausreichend bezahlt worden. Die Besoldung entspreche in diesem Zeitraum nicht den verfassungsrechtlichen Anforderungen", teilte das Gericht in Kassel mit. Daher werde das Verfahren nun dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt. In den einzelnen Jahren werde "bis zur Besoldungsgruppe A9, teilweise auch bis zur Besoldungsgruppe A10, der notwendige Mindestabstand zur Grundsicherung für Arbeitssuchende nicht eingehalten", führte der zuständige 1. Senat seinen Beschluss aus. Eine verfassungsrechtliche Rechtfertigung dafür gebe es nicht.

15.40 Uhr: Bis zu 45 weitere Covid-Patienten sollen nach Norddeutschland kommen

Bis zu 45 weitere Covid-Patienten sollen in den kommenden Tagen in den norddeutschen Bundesländern aufgenommen werden. Das sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) in Hannover. Niedersachsen koordiniert dies für die norddeutschen Bundesländer. Diese Aufnahmen sind notwendig, da die Gesundheitssysteme mehrerer Bundesländer wegen der Corona-Lage überlastet sind und Menschen dort nicht mehr oder begrenzt aufgenommen werden können. Aus welchen Bundesländern diese Menschen kommen, war zunächst nicht bekannt.

15.31 Uhr: USA streichen kolumbianische Farc-Rebellen von Terror-Liste

Die USA haben die kolumbianischen Farc-Rebellen von ihrer Liste "terroristischer Organisationen" gestrichen. Die Gruppe existiere "nicht mehr als einheitliche Organisation, die Terrorismus oder terroristische Aktivitäten betreibt", erklärte Außenminister Antony Blinken in Washington. Das US-Außenministerium habe daher die Einstufung der Farc als "ausländische Terrororganisation" aufgehoben.

15.30 Uhr: Umfrage: Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland für Lockdown

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten einer Umfrage zufolge angesichts der Pandemie-Lage einen Lockdown. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten "Trendbarometer" von RTL und ntv hervor. Die coronabedingte Schließung etwa von Geschäften und Freizeiteinrichtungen sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen halten demnach 65 Prozent der Befragten für richtig. 31 Prozent sind gegen einen Lockdown auch bei weiter steigenden Fallzahlen. Auch die Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus wächst demnach: 71 Prozent der Befragten waren für die Maßnahme, 26 Prozent dagegen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Umfrage Ende vergangener Woche rund 1000 Menschen, allerdings noch vor dem breiten Bekanntwerden der neuen Corona-Variante Omikron.

15.20 Uhr: Nasa verschiebt nach Trümmer-Warnung Außeneinsatz an der ISS

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS wegen herumfliegender Weltraumtrümmer verschoben. Die US-Astronauten Thomas Marshburn und Kayla Barron sollten die ISS für sechseinhalb Stunden verlassen, um eine defekte Funkantenne zu ersetzen. Die Nasa erhielt dann aber eine "Trümmermeldung" für die Raumstation und sagte den Einsatz ab, wie sie auf Twitter mitteilte.

15.15 Uhr: Frankreich empfiehlt Corona-Impfung für Kinder mit Vorerkrankungen

Frankreich hat grünes Licht für Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für vorerkrankte Kinder ab fünf Jahren gegeben. Fünf- bis Elfjährige, bei denen ein Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht, sollten den Impfstoff erhalten können, erklärte die zuständige Behörde. Auch Kinder, die mit immungeschwächten Menschen zusammenleben, die ihrerseits nicht geimpft werden können, können demnach geimpft werden.

15.10 Uhr: Mann gesteht Angriff auf Großmutter unter Drogeneinfluss

Ein 25-Jähriger aus Thüringen hat zum Auftakt eines Totschlagsprozesses gestanden, im Drogenwahn auf seine Großmutter losgegangen zu sein. Die damals 81-Jährige sei zehn Tage später an den Folgen des Angriffs gestorben, hieß es in der Anklage der Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Gera. Der Mann habe seine Großmutter in einem Altenburger Waldstück geschlagen und ihr Gesicht mehrmals auf den Boden gedrückt. "Ich habe die Oma körperlich massiv zugerichtet, das gebe ich zu", sagte der Enkel.

14.55 Uhr: Straßburg und weiteres Umland feiern ohne Böller Silvester

Die Menschen in Straßburg und in der weiteren Umgebung sollen in diesem Jahr ohne Böller und Raketen Silvester feiern. Aus Sorge vor Ausschreitungen, Unfällen und Corona-Gefahren verbot die zuständige Präfektur im gesamten Département Bas-Rhin Verkauf und Gebrauch von Feuerwerkskörpern. Das Verbot gilt den Angaben zufolge zwischen dem 1. Dezember und dem 3. Januar. Erlaubt bleibt professionell veranstaltetes Feuerwerk.

14.50 Uhr: Bericht: Nordrhein-Westfalen will Klubs und Bars wieder schließen

Zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens sollen Klubs und Bars in Nordrhein-Westfalen einem Bericht zufolge wieder geschlossen werden. Das sieht nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" eine geplante Verschärfung der Coronaschutzverordnung des Landes vor, wie aus einer Vorabmeldung hervorging. Demnach soll auch die maximale Auslastung der Fußballstadien erneut begrenzt werden.

14.42 Uhr: Gegen Weihnachtsengpässe: Britische Supermärkte chartern Schiffe

Um Engpässen an Weihnachten vorzubeugen, haben zwei britische Supermarktketten eigene Schiffe gechartert, um Güter rechtzeitig nach Großbritannien zu bekommen. Man reagiere damit sowohl auf den Mangel an Lastwagenfahrern als auch auf Verzögerungen an den Häfen, sagte ein Sprecher der Kette Asda auf dpa-Anfrage. Auch das Unternehmen John Lewis bestätigte, Schiffe gechartert zu haben. Die Güter seien mittlerweile angekommen.

In Großbritannien sorgt außerdem ein eklatanter Mangel an Lastwagenfahrern in vielen Branchen für Probleme. Zum einen ist die Branche überaltert, zum anderen haben viele Fahrer aus Osteuropa während der Pandemie das Land verlassen und können nach dem Brexit nun wegen neuer Visaregeln nicht mehr so einfach im Land leben und arbeiten. Die Regierung hat temporäre Notfallvisa ausgestellt.

14.40 Uhr: Verdacht auf Steuerhinterziehung: Durchsuchung bei Beratungsfirma PwC

Ausgerechnet im Zusammenhang mit der Beratung von Mandanten in Steuerverfahren sollen Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC Umsatzsteuern in zweistelliger Millionenhöhe hinterzogen haben. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt besteht der Verdacht, dass in den Jahren 2012 bis 2017 in Deutschland erbrachte Beratungsleistungen über die Schweizer Niederlassung abgerechnet wurden. Den Steuerschaden für den deutschen Fiskus bezifferten die Ermittler auf mehr als elf Millionen Euro.

14.30 Uhr: Rechtsstreit um Lüpertz-Kirchenfenster überraschend beigelegt

Der Rechtsstreit um ein von Altkanzler Gerhard Schröder gestiftetes Kirchenfenster für die Marktkirche Hannover ist am Dienstag überraschend beigelegt worden. "Die Parteien haben sich geeinigt", sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) Celle nach der mündlichen Verhandlung (Az. 13 U 1/21). Damit kann das von Star-Künstler Markus Lüpertz gestaltete Fenster mit mehr als drei Jahren Verzögerung eingebaut werden.

14.29 Uhr: Corona verhinderte HIV-Diagnosen – Experten alarmiert

Wegen der Corona-Pandemie sind nach einem neuen Bericht deutlich weniger Menschen auf das Aids-Virus (HIV) getestet worden. Dies alarmiert Gesundheitsexperten, weil weniger Tests bedeuten, dass neue Infektionen nicht entdeckt wurden. Wenn Infizierte nicht behandelt werden, steigt für sie die Lebensgefahr und ebenso das Risiko, dass sie andere Menschen anstecken.

14.25 Uhr: Kreise: Scholz stellt General Breuer als Krisenstab-Chef vor

Der voraussichtlich künftige Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat Generalmajor Carsten Breuer in der Runde der Ministerpräsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Leiter des geplanten Krisenstabs zur Corona-Bekämpfung vorgestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur argumentierten mehrere Länder in der anschließenden Diskussion, dies sei nicht das eigentliche Thema der Beratungen. Darunter seien die unionsgeführten Länder Bayern und Hessen gewesen, aber auch das grüngeführte Baden-Württemberg. Der Krisenstab löse keine Probleme, wurde demnach argumentiert.

14.20 Uhr: Berlin plant Kontaktbeschränkungen und verschärfte Regeln für Veranstaltungen

Angesichts der bundesweit angespannten Corona-Lage hat sich der Berliner Senat auf Kontaktbeschränkungen und verschärfte Regelungen für Veranstaltungen verständigt. "Wir wollen mehr verbieten", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Beschlossen werden sollen die neuen Maßnahmen allerdings erst nach den Bund-Länder-Beratungen, wenn die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen für Verschärfungen geschaffen sind.

Den Angaben zufolge einigte sich der Senat unter anderem darauf, wieder Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich einzuführen. Weiterhin soll die Besucherobergrenze für Veranstaltungen wieder deutlich herabgesetzt werden. Im Freien will der Senat nur noch tausend Menschen an Veranstaltungen teilnehmen lassen, in geschlossenen Räumen sogar nur noch 200 Menschen.Weihnachtsmärkte sollen ausschließlich unter 2G-Bedingungen stattfinden. Deutlichen Handlungsbedarf sehe der Senat auch in Klubs und Bars. "Wir würden am liebsten heute die Klubs schließen", sagte Kalayci. Gleiches gelte auch für ähnliche Einrichtungen. Rechtlich sei eine Schließung derzeit jedoch nicht möglich.

14.13 Uhr: Bundeskriminalamt zerschlägt internationale Bande von Kokainschmugglern

Bei einem Schlag gegen eine für Kokainhandel im großen Stil verantwortliche internationale Bande haben Beamte der Staatsanwaltschaft Berlin und des Bundeskriminalamts (BKA) am Dienstag 14 Menschen festgenommen. Insgesamt gebe es in dem Tatkomplex 28 Verdächtige, teilten die Ermittler mit. Die Tatverdächtigen stammen demnach zum großen Teil aus dem Raum Berlin. Sie sollen über die Jahre mindestens fünf Tonnen Kokain nach Deutschland geschmuggelt haben. 

14.00 Uhr: Geldwäsche und Betrug können keine Amtshandlungen sein

Bei Geldwäsche und Betrug können EU-Beamte generell keine Immunität beanspruchen. Beides könnten keine Amtshandlungen sein, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg im Fall eines früheren Präsidenten der Zentralbank Lettlands. (Az: C-3/20) Gegen den Mann hatte die Staatsanwaltschaft in Riga ermittelt und 2018 Anklage erhoben. Sie wirft ihm vor, im Zusammenhang mit einem aufsichtsrechtlichen Verfahren betreffend eine lettische Bank zwei Bestechungsgeschenke angenommen und in einem Fall das daraus stammende Geld gewaschen zu haben.

13.50 Uhr: Josephine Baker bekommt als erste schwarze Frau Platz im Pariser Pantheon

Die Tänzerin, Widerstandskämpferin und Bürgerrechtlerin Josephine Baker bekommt einen Platz im Pariser Pantheon. Sie wird damit die erste schwarze Frau, der diese Ehre zuteil wird. Bei der Feier am späten Dienstagnachmittag soll symbolisch ein Sarg in die ehemalige Kirche getragen werden. In New York wurde zu Ehren der ursprünglich aus den USA stammenden Baker das Empire State Building in den Farben Frankreichs beleuchtet.

13.40 Uhr: Lieferengpässe beim Spielzeug im Weihnachtsgeschäft bemerkbar

Die Spielzeugbranche profitiert das zweite Jahr in Folge von der gesteigerten Spiellust während der Corona-Krise. Lieferengpässe könnten aber das wichtige Weihnachtsgeschäft überschatten. Besonders bei beliebten Spielzeugen könnte den Händlern der Nachschub ausgehen. Branchenkenner empfehlen deshalb, mit dem Geschenkekauf nicht bis zur letzten Minute zu warten. Nach einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts klagten im November 77,8 Prozent der Einzelhändler in Deutschland über Schwierigkeiten bei der Lieferung bestellter Ware. Nachschubprobleme gibt es demnach besonders bei Spielzeugen.

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13.36 Uhr: Griechische Regierung beschließt Corona-Impfpflicht für Menschen über 60

Die griechische Regierung hat eine Corona-Impfpflicht für Menschen über 60 Jahren beschossen. "Griechen über 60 müssen bis zum 16. Januar den Termin für ihre erste Impfung buchen", sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Wer sich dann immer noch nicht impfen lässt, muss ein monatliches Bußgeld von 100 Euro zahlen. "Das ist Schutz, keine Bestrafung", sagte Mitsotakis. Das Parlament muss der Impfpflicht zustimmen. Es wird aber damit gerechnet, dass die Abgeordneten den Vorschlag der Regierung billigen.

13.33 Uhr: Positiver Corona-Test: RB Leipzig sagt Training ab

Das Coronavirus sorgt beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig weiterhin für Unruhe. Am Dienstag war ein Schnelltest eines Betreuers positiv, weshalb das Training nach dpa-Informationen abgesagt wurde. Alle Spieler unterzogen sich einem PCR-Test. Zuerst hatte die "Bild" davon berichtet. Am Freitag muss Leipzig bei Union Berlin (20.30 Uhr/DAZN) antreten.

13.25 Uhr: Hamburg weitet 2G-Regel auf Einzelhandel aus – 2G plus in Clubs

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen sperrt Hamburg Ungeimpfte von Samstag an vom Einzelhandel aus. Sie können dann nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs einkaufen. Darüber hinaus beschloss der rot-grüne Senat am Dienstag, dass ebenfalls von Samstag an in Clubs das 2G-plus-Modell gilt. Besucher müssen dann zusätzlich zu ihren Impf- beziehungsweise Genesenen-Bescheinigungen einen negativen Corona-Test vorlegen. Außerdem gilt bei sogenannten Tanzlustbarkeiten das 2G-plus-Modell. Auch für Großveranstaltungen wurden in Abhängigkeit der laufenden Beratungen mit dem Bund Neuregelungen angekündigt. Die Hilfen für Unternehmen wurden zudem verlängert.

13.20 Uhr: Norwegen legt Bürgern wieder Gebrauch von Mund-Nasen-Schutz nahe

Angesichts der besorgniserregenden Pandemie-Lage führt Norwegen neue Maßnahmen und Empfehlungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Den Bürgern des skandinavischen Landes wird ab sofort empfohlen, im Kontakt mit Gesundheits- und Pflegediensten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wie Regierungschef Jonas Gahr Støre in Oslo sagte. Norwegen ist lange Zeit relativ gut durch die Pandemie gekommen. Ende September hatte sich das Land von den meisten Beschränkungen verabschiedet. In den vergangenen Wochen waren die Zahlen aber deutlich gestiegen, woraufhin Mitte November neue Maßnahmen eingeführt wurden.

13.17 Uhr: Mehrere Tote bei Absturz eines aserbaidschanischen Militär-Hubschraubers

Beim Absturz eines aserbaidschanischen Militärhubschraubers sind am Dienstag im Osten des Landes mehrere Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben wurden zudem mehrere Besatzungsmitglieder verletzt, als die Maschine am Morgen bei einem Übungsflug am Flughafen von Garacheibat bei Chisi unterwegs war. Eine Untersuchung solle die Absturzursache aufklären.

13.12 Uhr: Frankfurt bekommt für Spiel in Istanbul keine Gästetickets

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss beim letzten Gruppenspiel der Europa League in Istanbul ohne eigene Fans auskommen. Für das Spiel zwischen Fenerbahce und der Eintracht am 9. Dezember wird es "aufgrund rechtlicher Vorgaben" kein Gästekontingent geben, wie die Hessen am Dienstag mitteilten. In der Türkei dürfen nach Eintracht-Angaben "sowohl in nationalen als auch internationalen Wettbewerben keine Ticketkontingente für die Gastvereine zur Verfügung gestellt werden".

13.11 Uhr: Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern – BKA fahndet nach Mann

Wegen Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder sucht das Bundeskriminalamt (BKA) öffentlich nach einem verdächtigen Mann. Nach Angaben geht die Fahndung von der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main aus. Die Ermittler gehen davon aus, dass der bisher unbekannte Mann zwischen 31 und 51 Jahre alt ist. Es soll in der Zeit von 2010 bis 2019 mindestens sieben männliche Kinder teilweise schwer sexuell missbraucht und die Taten gefilmt haben. Entsprechende Bild- beziehungsweise Videodateien soll er zwischen 2015 und 2019 auf kinderpornografischen Plattformen im Darknet verbreitet haben.

13.05 Uhr: Studie belegt große Spanne bei Nebenkosten – kalte Betriebskosten steigen

Bei den Nebenkostenabrechnungen für Mieter gibt es laut einer Studie große Unterschiede in Deutschland. Grund für das Gefälle unter den 401 Landkreisen und kreisfreien Städten seien besonders Differenzen bei den sogenannten kalten Betriebskosten, zu denen kommunale Abgaben und Steuern zählen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

13.05 Uhr: Frankreich: Rechtspopulist Éric Zemmour kandidiert für Präsidentenamt

Für die französische Präsidentschaftswahl im April hat der extrem rechte Publizist Éric Zemmour seine Kandidatur erklärt. Zemmour, der in den vergangenen Monaten in Wahlumfragen zeitweise sogar auf Platz zwei hinter Präsident Emmanuel Macron rangiert hatte, erklärte sich in einer Videobotschaft zum Kandidaten. Frankreich sei nicht mehr Frankreich, es gebe ein Gefühl der Enteignung und man müsse sich gegen einen Austausch der Bevölkerung wehren, sagte der umstrittene Populist. Zemmour (63) kritisierte außerdem die EU und forderte, Migranten müssten sich in Frankreich anpassen.

13.03 Uhr: Omikron-Fälle in den Niederlanden schon früher aufgetreten als gedacht

In den Niederlanden ist die neue Omikron-Variante des Coronavirus schon deutlich früher aufgetreten als bisher vermutet. Wie das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit (RIVM) mitteilte, wurde die Variante in zwei Testproben nachgewiesen, die auf den 19. und 23. November datiert sind. Südafrika hatte die Entdeckung der neuen Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 am 24. November offiziell bekanntgegeben. Die niederländischen Behörden waren bisher davon ausgegangen, dass es sich bei 14 Reisenden aus Südafrika um die ersten Infizierten mit der Omikron-Variante handelte. Diese waren am 26. November in zwei Fliegern aus Südafrika am Flughafen Schiphol angekommen.

12.50 Uhr: Grünen-Abgeordnete Dröge bewirbt sich als Bundestags-Fraktionsvorsitzende

Die Parteilinke Katharina Dröge will Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion werden. "Ich möchte Verantwortung übernehmen für die Zeit, die vor uns liegt", schrieb Dröge in einem Bewerbungsschreiben an die Grünen-Bundestagsabgeordneten, das AFP am Dienstag vorlag. "Erfolgreich sein können wir nur als Team. Und dieses Team würde ich gerne in den nächsten Jahren leiten, als eine von zwei Fraktionsvorsitzenden." Über die Kandidatur hatte zuerst der "Spiegel" berichtet.

12.41 Uhr: 150 Lehrer in Österreich wollen bei Impfpflicht kündigen

150 Pflichtschullehrer aus Vorarlberg wollen angeblich ihre Arbeit aufgeben, falls in Österreich die geplante Corona-Impfpflicht eingeführt wird. Das werde in einem anonymen Schreiben an den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner und Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (beide ÖVP) angekündigt, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Dienstag. Die Lehrergewerkschaft bewerte das Schreiben als echt, hieß es.

Wörtlich heißt es nach APA-Angaben in dem Brief: "Wir möchten Sie darüber informieren, dass 150 Lehrpersonen und Schulleiter aus dem Pflichtschulbereich - und viele mehr, die sich bis jetzt noch nicht zu diesem Schritt entschlossen haben - mit 1. Februar 2022 ihren Dienst für das Land Vorarlberg kündigen werden bzw. sich kündigen lassen, wenn eine allgemeine Impfpflicht in Österreich in Kraft tritt." In einer Stellungnahme habe Schullandesrätin Schöbi-Fink den Entschluss der Lehrkräfte bedauert, berichtet APA. Gegenüber der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung" habe sie aber auch gesagt, dass die Impfrate bei Lehrern mit 80 Prozent höher liege als beim Personal in Senioren- und Pflegeheimen.

12.29 Uhr: Kretschmann kündigt Geisterspiele und Schließung von Clubs in BadenWürttemberg an

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Man werde "ziemlich sicher" regeln, dass Fußballspiele und Sportgroßveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden können, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken werde man schließen. Die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum soll verboten werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert. Kretschmann sagte, dass man diese weitergehenden Maßnahmen in dieser Woche beschließen wolle. Die neue Verordnung solle am Donnerstag in Kraft treten.

12.26 Uhr: 55 Millionen Erwachsene in Deutschland vollständig gegen Corona geimpft

In Deutschland sind mittlerweile knapp 55 Millionen Erwachsene vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 79,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahre, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. "Von diesen 55 Mio hat mehr als jeder Sechste (9,66 Mio) den empfohlenen Booster bereits erhalten", twitterte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag. Bei den 12- bis 17-Jährigen beträgt die Quote der vollständig Geimpften nach RKI-Angaben 46,1 Prozent.

Am Montag wurden den Angaben zufolge 532.000 Impfdosen verabreicht. Davon führten 44000 Dosen zu einer vollständigen Impfung, 422.000 Dosen waren sogenannte Booster. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet sind demnach nun 68,5 Prozent vollständig geimpft, insgesamt haben 59,3 Prozent mindestens eine Impfdosis erhalten. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

12.25 Uhr: Erster Omikron-Infektionsfall in Japan bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist offiziellen Angaben zufolge erstmals auch in Japan nachgewiesen worden. Ein Besucher in den Dreißigern, der am Sonntag aus Namibia auf dem Narita-Flughafen nahe Tokio eingetroffen sei, sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Kabinettssekretär Hirokazu Matsuno laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Eine Untersuchung von Virenproben durch das staatliche Institut für Infektionskrankheiten habe ergeben, dass es sich um die neue Variante handele.

Die Virus-Variante, die im November im südlichen Afrika erstmals nachgewiesen worden war, hat international Besorgnis hervorgerufen und zu einer Welle von Einreisebeschränkungen für Passagiere aus dieser Region geführt. Japan reagierte mit einem neuerlichen Einreiseverbot für Ausländer. Die Maßnahme, die am Dienstag in Kraft trat, soll Ministerpräsident Fumio Kishida zufolge mindestens einen Monat gelten.

12.20 Uhr: Kubicki enttäuscht über "Notbremsen"-Urteil des Verfassungsgerichts

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich enttäuscht über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Bundesnotbremse vom vergangenen Frühjahr geäußert. "Das Urteil ist enttäuschend, aber das Bundesverfassungsgericht ist Letztentscheider. Dies gilt es im Verfassungsstaat zu respektieren", sagte Kubicki der "Rheinischen Post". Die Verfassungsrichter hatten die damaligen Ausgangssperren und weitere Einschränkungen zum Schutz vor der Pandemie am Morgen als rechtmäßig eingestuft und Klagen dagegen zurückgewiesen.

Kubicki machte die noch amtierende Bundesregierung für die aktuelle Zuspitzung der Corona-Lage verantwortlich. "Die Hauptursache der aktuellen Welle war die fatale Entscheidung der noch amtierenden Bundesregierung, die Kostenfreiheit bei den Corona-Tests aufzuheben und die Impfzentren zu schließen. Damit haben wir jegliche Übersicht und Kontrolle über das laufende Infektionsgeschehen verloren", sagte der Partei-Vize.

11.49 Uhr: BA sieht Arbeitsmarkt "vor einem wirklich schweren Winter"

Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet erhebliche Auswirkungen der derzeitigen Corona-Lage auf den deutschen Arbeitsmarkt. "Wir gehen davon aus, dass wir vor einem wirklich schweren Winter stehen", sagte BA-Chef Detlef Scheele am Dienstag bei der Vorlage des Arbeitsmarktberichts für November. Im November sank die Zahl der Jobsuchenden zwar noch deutlich um 60.000 auf 2,317 Millionen, allerdings stiegen die Meldungen zur Kurzarbeit bereits wieder an.

Scheele sagte, Eindämmungsmaßnahmen in den derzeit besonders von hohen Inzidenzen betroffenen Bundesländern sowie die Lieferengpässe in der Automobilindustrie machten sich allmählich am deutschen Arbeitsmarkt bemerkbar. So gebe es in den Regionen um Rostock, in Sachsen, Thüringen sowie Teilen von Bayern und Baden-Württemberg vermehrt Kurzarbeitsanzeigen im Bereich der Gastronomie und im Tourismus. Kurzarbeit war bereits in den vorherigen Corona-Wellen ein wichtiges Instrument, um Kündigungen zu verhindern. 

11.11 Uhr: Vier Tote bei Brand in besetzter Bankfiliale in Barcelona

Bei einem Brand in einer besetzten Bankfiliale in Barcelona sind vier Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei kleine Kinder. Unter den Toten seien ein Baby und ein dreijähriger Junge, erklärte die Feuerwehr der zweitgrößten Stadt Spaniens. Vier weitere Menschen überlebten das Feuer, erlitten aber Rauchvergiftungen. Das Feuer war in einer leerstehenden Bankfiliale an der Plaza de Tetuán im Stadtzentrum ausgebrochen. Laut der Zeitung "La Vanguardia" gehörten die vier Toten einer rumänischen Familie an, die in der Bankfiliale gewohnt hatte.

11.10 Uhr: Polen stoppt weitere Migranten an Grenze zu Belarus

Polens Grenzschutz hat innerhalb von 24 Stunden 134 Versuche von Migranten registriert, von Belarus aus die Grenzsperren zu überwinden und illegal in die EU zu gelangen. Am frühen Dienstagmorgen habe in der Nähe der Ortschaft Szudzialowo eine größere Gruppe "aggressiver Ausländer" Steine, Metallstangen und Feuerwerkskörper auf die polnischen Beamten geworfen, teilte die Behörde mit. Unterdessen wurde ein geplanter weiterer Rückführungsflug von Irakern aus Belarus kurzfristig abgesagt. Warum, wurde nicht gesagt.

11.08 Uhr: Myanmar: Urteile gegen Aung San Suu Kyi verschoben

In Myanmar hat ein Gericht zwei Urteile gegen die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi auf kommende Woche verschoben. Die Urteile zu den Anklagepunkten Anstiftung zum Aufruhr und Verletzung von Corona-Maßnahmen wurden auf den 6. Dezember verlegt, wie mit dem Verfahren vertraute Personen sagten. Gründe für den Aufschub waren zunächst nicht bekannt. Die 76-jährige Suu Kyi steht seit dem Militärputsch von Anfang Februar unter Hausarrest, die Justiz wirft der Friedensnobelpreisträgerin zahlreiche Vergehen vor.

11.05 Uhr: Schärfere Corona-Regeln in Baden-Württemberg aufgeschoben

Die baden-württembergische Landesregierung will nun doch nicht wie angekündigt bereits am Dienstag schärfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. "Mit Blick auf die ja sehr kurzfristig angesetzte Schalte zwischen Bund und Ländern werden wir erst im Nachgang dazu die konkreten Maßnahmen für das Land festzurren", teilte eine Sprecherin mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Montag angekündigt, Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen wegen der sich zuspitzenden Pandemie verbieten oder zumindest erheblich beschränken zu wollen. Das sollte das Kabinett am Dienstag eigentlich beschließen. An den Verschärfungen wolle aber man festhalten, sagte die Sprecherin. Sie sollen vermutlich am Mittwoch per Umlaufverfahren beschlossen werden.

10.58 Uhr: Untersuchungsbericht beklagt "sexistische Kultur" in australischem Parlament

Jeder dritte Politiker oder Mitarbeiter im australischen Parlament hat dort bereits sexuelle Belästigung erlebt - in den meisten Fällen handelt es sich um weibliche Betroffene. Das ist das Ergebnis einer siebenmonatigen Untersuchung. Zuletzt waren immer mehr Vorwürfe über Belästigungen und eine mutmaßliche Vergewaltigung im australischen Parlament bekannt geworden. Die Rede ist von einer "sexistischen Kultur" in der Volksvertretung.

10.45 Uhr: Neuer Lavastrom auf La Palma bedroht bisher verschonten Ort

Ein neuer Lavastrom auf der spanischen Vulkaninsel La Palma bedroht den bisher verschonten Ort La Laguna. Das bis zu 1300 Grad heiße flüssige Gestein trete aus einem neuen Schlot aus und sei noch eineinhalb Kilometer vom Ortsrand entfernt, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Allerdings habe sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Lava Richtung Meer wälzt, etwas verringert und auch die Richtung könne sich noch ändern. Die etwa 1200 Bewohner von La Laguna waren schon im Oktober evakuiert worden.

10.40 Uhr: BKA fahndet nach Unbekanntem wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs

Das Bundeskriminalamt (BKA) fahndet mit Bildern von Kleidungsstücken und Tatorten nach einem bislang unbekannten Täter wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Der heute 31 bis 51 Jahre alte Beschuldigten soll in den Jahren 2010 bis 2019 mindestens sieben Jungen schwer sexuell missbraucht haben, wie das BKA mitteilte. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt gehen davon aus, dass der Missbrauch der zur Tatzeit zwischen ein und zehn Jahre alten Kinder in Deutschland geschah. Die Ermittler verfügen über Bild- und Videodateien, die den schweren Missbrauch durch den Tatverdächtigen zeigen. Dieser habe vermutlich beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern zu tun und benutze bei Anreden die Formulierung "Hy" als Begrüßung. Auf der Internetseite des Bundeskriminalamts veröffentlichte die Behörde Informationen zu der Fahndung.

10.28 Uhr: Moderna-Chef befürchtet schlechte Wirksamkeit von Vakzin gegen Omikron-Variante

Der Chef des US-Impfstoffherstellers Moderna, Stephane Bancel, befürchtet eine stark eingeschränkte Wirksamkeit der existierenden Impfstoffe gegen die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus. Wegen der vielen Mutationen der Variante gingen Wissenschaftler von einer "erheblichen Abnahme" der Schutzwirkung aus, sagte Bancel der "Financial Times". Sein Unternehmen habe bereits mit der Arbeit an einem überarbeiteten Impfstoff begonnen, aber dies werde einige Monate dauern. Virologen und Impfstoffhersteller hatten sich bislang zuversichtlich gezeigt, dass die existierenden Impfstoffe auch gegen die neue Variante gut wirken. Bancel sagte nun: "Alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sagen: 'Das wird nicht gut sein'." 

10.15 Uhr Urteil: Kein Schmerzensgeld für dreijähriges Kitakind aus Köln wegen Quarantäne

Ein dreijähriges Kindergartenkind aus Köln hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen einer häuslichen Quarantäne. Das entschied das Landgericht Köln im Fall eines Mädchens, das wegen eines anderen positiv auf das Coronavirus getesteten Kinds aus derselben Kitagruppe im März dieses Jahres fast zwei Wochen hatte zu Hause bleiben müssen, wie das Gericht mitteilte. Demnach handelte das Gesundheitsamt mit der angeordneten Quarantäne rechtmäßig. Im Fall des Kinds wurde angegeben, es habe durch die Quarantäne psychische Schäden erlitten. Die Eltern forderten daher 3000 Euro Schmerzensgeld.

News von heute: Schweiz will Corona-Maßnahmen bundesweit verschärfen

10.15 Uhr: 27 Kilo Kokain im Wert von 2,7 Millionen Euro entdeckt

Polizisten haben bei einer Kontrolle auf der Autobahn 8 in Bayern 27 Kilogramm Kokain in einem Auto gefunden. Der Stoff dürfte einen Wert von mindestens 2,7 Millionen Euro haben. Nach Worten eines Sprechers des Landeskriminalamts (LKA) in München liegt der Straßenverkaufswert von 1 Gramm Kokain derzeit bei 100 Euro. Bei einer so großen Transportfahrt könne man davon ausgehen, dass der Stoff zudem vor dem Verkauf noch verdünnt werde. Woher die Drogen stammen und wofür sie gedacht waren, teilten die Ermittler nicht mit

10.12 Uhr: Billigflieger Easyjet sieht erste Omikron-Auswirkungen

Der britische Billigflieger Easyjet kann die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Variante Omikron noch nicht genau einschätzen. Da es aber bereits erste Effekte vor allem auf der Kurzstrecke gibt, senkte der Ryanair-Konkurrent seine geplante Kapazität im laufenden Quartal. Zum Start in den Winter gebe es weiter viele Unsicherheiten, sagte Unternehmenschef Johan Lundgren. So plant der Konzern im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres jetzt nur noch mit einer Kapazität von 65 Prozent des Geschäftsjahres 2018/19, das noch nicht von Corona betroffen war.

10.10 Uhr: Spanisches Paar weist Vorwurf der Quarantäne-Flucht zurück

Ein Paar aus Spanien hat dem Vorwurf der Quarantäne-Flucht in den Niederlanden widersprochen. Die beiden waren nach der Ankunft aus Südafrika in Amsterdam in ein Quarantäne-Hotel eingewiesen worden, das sie später verließen, um nach Spanien zu fliegen. Das Ehepaar sei nach der Festnahme zwangsweise in der Isolierstation eines Krankenhauses untergebracht worden. Bei der Frau war bei der Ankunft in den Niederlanden mit einem PCR-Test das Coronavirus festgestellt worden. Ihr Partner war zunächst negativ getestet worden. Die Frau sagte der spanischen Zeitung "La Vanguardia", ein niederländischer Polizist und ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in ihrem Quarantäne-Hotel hätten ihnen nach zwei weiteren negativen Schnelltests erlaubt, das Hotel zu verlassen. "Sie haben mir die Erlaubnis erteilt; wir kauften die Flugtickets und haben ein Taxi genommen", wurde sie von der Zeitung am Montag zitiert.

10.08 Uhr: Britischer MI6-Chef: Geheimdienste müssen Tech-Welt erobern

Der Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 wirbt für mehr Offenheit seiner Profession in Zeiten sozialer Medien und neuer Technologien. "Der MI6 befasst sich mit der Welt, wie sie ist, nicht wie wir sie gerne hätten", sagte der Geheimdienstchef Richard Moore einem Redemanuskript zufolge, aus dem die BBC zitierte. Dazu gehöre es, sich mehr zu öffnen und auch mit der Privatwirtschaft zusammenzuarbeiten, um neue Technologien zu durchdringen, die zum Einsatz kommen könnten. "Unsere Gegner investieren Geld und Ehrgeiz in die Beherrschung von künstlichen Intelligenz, Quanten-Computer und synthetischer Biologie, weil sie wissen, dass ihnen das Einfluss bescheren wird", sagte Moore.

10.05 Uhr: Hamburger Zoll beschlagnahmt Kopfschmuck mit Federn geschützter Papageien

Der Hamburger Zoll hat Federschmuck mit den Federn geschützter Papageien aus dem Verkehr gezogen. Der in einem Postpaket aus der Schweiz verschickte Kopfschmuck habe auffällige blaue und rote Federn von Gelbbrust- und Grünflügelaras enthalten, teilte die Behörde mit. Beide Arten sind vom Aussterben bedroht und fallen unter internationale Artenschutzabkommen. Nach Angaben des Zolls hatte die Käuferin den Kopfschmuck über das Internet bei einem Händler in der Schweiz erworben, der dabei auch die Einhaltung aller erforderlichen Genehmigungen zusicherte. Die galten aber nicht für eine Einfuhr aus der Schweiz in die EU, so dass der Zoll den etwa 400 Euro teuren Kopfschmuck beschlagnahmte.

9.34 Uhr: Schwerer Herbststurm richtet Schäden in Griechenland an

Schwere Regenfälle und Winde der Stärke neun bis zehn haben Überschwemmungen und ein Verkehrschaos in weiten Teilen Westgriechenlands verursacht. Betroffen waren vor allem die Hafenstadt Patras sowie die Inseln im Ionischen Meer. In Patras überschwemmte das Meer wegen der starken Winde die gesamte Küstenregion und richtete erhebliche Schäden an, wie Reporter des staatlichen Rundfunks berichteten. Der Herbststurm wütet seit Tagen in Griechenland und der Türkei. Zahlreiche Fährverbindungen fielen in der Ägäis aus, wie die griechische Küstenwache mitteilte.

9.25 Uhr: Luftwaffe fliegt Patienten aus Dresden nach Köln

Die Bundeswehr soll erstmals auch sächsische Intensivpatienten zur Behandlungen nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken von Dresden nach Köln bringen. Die Landung des A310 MedEvac mit sechs Patienten in Köln ist am frühen Nachmittag geplant. In der vergangenen Woche war das bundesweite Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer aktiviert worden. Das Konzept soll verhindern, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten wegen Überlastung der Intensivmedizin in einem Bundesland nur noch unzureichend oder gar nicht mehr versorgt werden können.

9.18 Uhr: Berufspendler fahren auch für kurze Strecken am liebsten Auto

Berufspendler nutzen auch für kurze Arbeitswege am häufigsten das Auto. Im Jahr 2020 gaben 40 Prozent von ihnen an, für Strecken unter fünf Kilometern normalerweise mit dem Auto zu fahren, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Für Strecken zwischen fünf und zehn Kilometer lag der Anteil mit 69 Prozent noch deutlich höher. Das Fahrrad nutzen auf Arbeitswegen unter fünf Kilometern 26 Prozent der Berufspendler. Strecken zwischen fünf und zehn Kilometern legten nur noch elf Prozent mit dem Rad zurück. Mit Bus, Bahn oder Tram waren auf Strecken unter fünf Kilometern lediglich acht Prozent der Pendlerinnen und Pendler unterwegs. Auf Arbeitswegen zwischen fünf und zehn Kilometern waren es 18 Prozent. Fast die Hälfte aller Berufspendler hat nach eigenen Angaben weniger als zehn Kilometer zum Arbeitsplatz zurückzulegen. Für 27 Prozent ist der Arbeitsplatz sogar weniger als fünf Kilometer entfernt.

9.17 Uhr: Zwei Festnahmen im Fall des Rocker-Mordes an Kai M.

Knapp acht Jahre nach der Ermordung des Rockers Kai M. hat die Polizei mit Hilfe von Spezialkräften zwei Männer festgenommen, die an der Beseitigung der Leiche beteiligt gewesen sein sollen. Die 43 und 45 Jahre alten Mönchengladbacher seien in ihren Wohnungen festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft Duisburg habe Haftbefehle wegen Strafvereitlung bezüglich gemeinschaftlichen Mordes gestellt. In der gleichen Angelegenheit sei einem 36-Jährigen in der Justizvollzugsanstalt Willich ein Haftbefehl eröffnet worden, der dort eine Freiheitsstrafe absitze. Alle drei Tatverdächtigen sind nach Erkenntnissen der Ermittler der Rockergruppierung Hells Angels zuzurechnen und sollen in unterschiedlicher Tatbeteiligung im Januar 2014 die Tatwaffe und den Leichnam des Opfers beseitigt haben.

9.17 Uhr: Omikron: China sieht keine Gefahr für Winterspiele

China sieht durch die neue Coronavirus-Variante Omikron keine Gefahr für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele im Februar. Es möge zwar "einige Herausforderungen" geben, man gehe aber davon aus, dass die Winterspiele "reibungslos und erfolgreich durchgeführt werden können", sagte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums. China hat für die Winterspiele, die vom 4. bis zum 20. Februar in Peking stattfinden, ein strenges Schutzkonzept angekündigt. So sollen sich Athleten nur in einer abgeschlossenen Blase aufhalten dürfen. Fans aus dem Ausland dürfen nicht anreisen.

9.04 Uhr: Polizisten hüten 150 entlaufene Schafe

Polizisten haben rund 150 entlaufene Schafe in Erwitte in Nordrhein-Westfalen gehütet. Zeugen meldeten, dass sich eine größere Schafherde auf einem nicht umzäunten Feld aufhalte, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten seien daraufhin zum Feld gefahren und hätten die unbeaufsichtigten Tiere gehütet. Die "nicht alltägliche Erfahrung" endete schließlich mit dem Eintreffen des Schäfers. 

8.35 Uhr: Etwa 180 Schweine bei Stallbrand in Niedersachsen verendet

Beim Brand eines Stalls sind im niedersächsischen Bissendorf etwa 180 Schweine verendet. Wie die Polizei in Osnabrück mitteilte, brach das Feuer am Montagnachmittag aus zunächst ungeklärter Ursache aus. Von den rund 210 Schweinen im Stall überlebten nur wenige, Menschen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern. Die Polizei sperrte die Zufahrtswege zum Einsatzort weiträumig ab. Neben der Brandursache war auch die Schadenshöhe zunächst unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und beschlagnahmte den Brandort.

8.16 Uhr: Söder fordert vor Bund-Länder-Beratungen Fußballspiele ohne Zuschauer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor den heutigen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie Geisterspiele in allen deutschen Fußballstadien gefordert. "Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn wieder Zuschauer zuzulassen", sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. "Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen."

8.15 Uhr: Laut Ifo-Umfrage haben sich Lieferprobleme im Einzelhandel verschärft

Die Lieferprobleme im Einzelhandel haben sich laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wenige Wochen vor Weihnachten deutlich verschärft. Mehr als drei Viertel der Einzelhändler (77,8 Prozent) klagten im November, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag in München mitteilte. Im Oktober waren es noch 60 Prozent, im September 74 Prozent. "Manche Stelle im Regal wird zu Weihnachten wohl leer bleiben", erklärte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Die Verbraucher müssen eine gewisse Flexibilität bei Weihnachtsgeschenken mitbringen", fügte er hinzu. Noch immer sei "Sand im Getriebe der weltweiten Logistik", viele Schiffslieferungen seien verzögert. 

7.37 Uhr: Grünen-Chef Habeck hält schärfere Corona-Maßnahmen für unumgänglich

Vor den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage hält Grünen-Chef Robert Habeck schärfere Maßnahmen für unumgänglich. "Es ist völlig klar, was passieren muss: Die Kontakte müssen reduziert werden, 2G muss bundesweit verbindlich umgesetzt werden für alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens außer des Bedarfs, den man in Supermärkten oder Apotheken hat", sagte Habeck im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir werden mit weiteren einheitlichen Maßnahmen den Winter bestreiten müssen. "Bereits jetzt liege für die Länder ein "Bündel von Möglichkeiten auf dem Tisch", um auf die Notlage zu reagieren, so Habeck und führte als Beispiel die Absage von Weihnachtsmärkten, strengere Kontaktbeschränkungen und eine Ausweitung der 2G-Regeln an. "Das ist dann - man muss es so hart sagen - ein Lockdown für Ungeimpfte."

7.24 Uhr: Winterwetter verursacht mehrere Unfälle im Süden

Wegen Schnee und Glätte ist es in Süddeutschland zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen. Am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag meldete die Polizei in Bayern zahlreiche Unfälle bei Schnee und Glätte. In Selb an der tschechischen Grenze wurde eine Frau schwer verletzt. Sie geriet durch Schneeglätte mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und kam in den Gegenverkehr. In Heidelberg rutschte ein Linienbus von einer glatten Straße und musste geborgen werden. Der Deutsche Wetterdienst rechnet weiter mit winterlichem Wetter, in der Südhälfte verbreitet mit Schneefall.

7.00 Uhr: Neue Untersuchung zu zivilen Opfern bei US-Luftangriff 2019 in Syrien eingeleitet

Das Pentagon hat nach einem Bericht über dutzende zivile Opfer bei einem US-Luftangriff 2019 in Syrien eine neue Untersuchung eingeleitet. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin wies den General Michael Garrett an, die bisherigen Ermittlungsergebnisse zu prüfen und "weitere Nachforschungen zu den Fakten und Umständen" anzustellen, wie Pentagon-Sprecher John Kirby sagte. Die Untersuchung solle Klarheit schaffen über die Zahl der getöteten Zivilisten sowie die Einhaltung des Kriegsrechts, eine korrekte Dokumentation und die Befolgung der Meldewege. Die "New York Times" hatte Mitte November eine Recherche veröffentlicht, wonach die US-Streitkräfte im März 2019 drei Bomben in der Nähe der Stadt Baghus abgeworfen hatten. Dabei seien 70 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, getötet worden.

6.37 Uhr: 2700 Menschen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Thüringen

Mehrere Tausend Menschen haben an unangemeldeten Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Thüringen teilgenommen. Insgesamt 2700 Menschen hätten am Montagabend an 20 verschiedenen Orten demonstriert, sagte ein Polizeisprecher. Bei der größten Versammlung in Erfurt gingen demnach 650 Menschen auf die Straße, in Arnstadt im Ilmkreis und in Bad Salzungen im Wartburgkreis versammelten sich 400 und 280 Menschen. Bei allen anderen Demonstrationen hätten sich die Teilnehmerzahlen im zweistelligen Bereich bewegt. Wegen der Corona-Pandemie sind in Thüringen derzeit nur ortsfeste Versammlungen von bis zu 35 Menschen erlaubt.

5.57 Uhr: Impfdebatte um Kimmich: Hecking sieht gesellschaftliche Verantwortung

In der Impfdebatte um Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hat der Nürnberger Sportvorstand Dieter Hecking auch die Verantwortung für die Gemeinschaft betont. "Wir haben beim Impfen eine gesellschaftliche Verantwortung. Ich bin tolerant und habe für jeden Verständnis, der mir triftige Argumente dagegen liefert", sagte Hecking der Deutschen Presse-Agentur im Interview. "Ich verstehe aber nicht die Leute, die sich aus fadenscheinigen Begründungen nicht impfen lassen und damit Mitmenschen gefährden. Am Ende muss es jeder für sich entscheiden."

4.48 Uhr: Staatsanwalt zieht nach Aufhebung von Urteil gegen Bill Cosby vor Supreme Court

Fünf Monate nach der Aufhebung der Verurteilung des früheren US-Fernsehstars Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs hat die Staatsanwaltschaft eine Prüfung des Falls durch das höchste US-Gericht beantragt. Der Supreme Court könne ein eine "schwerwiegende Ungerechtigkeit" korrigieren, erklärte am Montag der zuständige Staatsanwalt des Bezirks Montgomery im Bundesstaat Pennsylvania, Kevin Steele. Cosby war am 30. Juni aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem der Oberste Gerichtshof in Pennsylvania das Urteil gegen den 84-Jährigen gekippt hatte. Zu Begründung erklärten die Richter, Cosby sei ein fairer Prozess verweigert worden. 

4.06 Uhr: Risiko durch Omikron – Städte in Brasilien sagen Silvesterpartys ab

Wegen der Corona-Pandemie haben mehr als ein halbes Dutzend wichtige brasilianische Städte keine traditionellen Silvesterpartys geplant oder diese abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Bürgermeister von Städten wie Salvador, Fortaleza, Belo Horizonte und Florianópolis. Demnach trug die Möglichkeit, dass die neue Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) die Zahlen der Corona-Infizierten und Toten im Zusammenhang mit Covid-19 steigen lassen könnte, zu der Entscheidung bei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zunächst im südlichen Afrika aufgetretene Corona-Variante am Freitag als "besorgniserregend" eingestuft.

1.31 Uhr: Mann in den USA wegen Tötung seiner vier Kinder festgenommen

Ein Vater soll in den USA seine vier Kinder und ihre Großmutter getötet haben. Der 29-Jährige sei nach den tödlichen Schüssen nahe Los Angeles festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Alle fünf Opfer waren demnach am Sonntagabend in der Kleinstadt Lancaster durch Schüsse in den Oberkörper getötet worden. Laut einem Bericht der "Los Angeles Times" ist der mutmaßliche Täter ein früherer Wachmann, dessen Waffenschein eingezogen worden war.

0.16 Uhr: Rechtsextremer Publizist Zemmour will offenbar Präsidentschaftskandidatur verkünden

Der rechtsextreme Publizist Eric Zemmour will offenbar am Dienstag seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl in Frankreich bekannt geben. Der 63-Jährige werde gegen Mittag eine "Botschaft an die Franzosen" verbreiten, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montagabend aus dem Umfeld Zemmours. Am Dienstagabend ist der Publizist dann zu Gast im Nachrichtenjournal des Fernsehsenders TF1. Der aus einer algerisch-jüdischen Familie stammende ehemalige Journalist hatte in den Umfragen zeitweise die rechtspopulistische Marine Le Pen überholt, war in den vergangenen Tagen aber wieder zurückgefallen. 

0.03 Uhr: Gäste können eingeschneiten Pub verlassen

Nach drei Nächten in einem eingeschneiten Pub in Nordengland haben die rund 60 Gäste ihr unfreiwilliges Quartier wieder verlassen. Der Schneepflug sei am Montag "endlich durchgekommen", sagte Nicola Townsend, Wirtin des Tan Hill Inn, der Agentur PA am späten Montagabend. Von den 61 Gästen seien 59 abgereist. Die zwei verbliebenen Gäste wollten noch einen Tag anhängen und dann am Dienstag abreisen. Die 61 Gäste waren nach dem Auftritt einer Oasis-Cover-Band am Freitagabend gestrandet. Der Herbststurm Arwen hatte auch in anderen Landesteilen Großbritanniens für Verkehrschaos gesorgt und den Strom in vielen Haushalten ausfallen lassen.

tis DPA AFP

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