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Deutsche Bank: Krisenjahr nagt an Vorstands-Löhnen

Nach einem grauenhaften 2008 hofft die Deutsche Bank in diesem Jahr wieder auf Gewinn. Noch ein Verlustjahr wird sich insbesondere der Vorstand nicht wünschen, dem die Krise die Gehälter weggeknabbert hat. So muss Bankchef Josef Ackermann zwar nicht darben, sein Lohn schmolz 2008 aber arg.

Die Deutsche Bank hat nach ihrem Absturz in die Verlustzone für das laufende Jahr wieder einen Gewinn in Aussicht gestellt. Zwar bleibe die Lage für die Branche schwierig, teilte der Dax-Konzern am Dienstag zur Vorlage des Geschäftsberichts für 2008 mit. Aber wenn sich die Situation entspanne und sich die Weltwirtschaft erhole, "sollte die Deutsche Bank 2009 in die Gewinnzone zurückkehren". Im Krisenjahr 2008 war die Bank wegen der Finanzkrise tief in die roten Zahlen gerutscht.

Das Management verzichtete 2008 auf Bonuszahlungen in Millionenhöhe: Die Gesamtvergütung von Bankchef Josef Ackermann schmolz von fast 14 Millionen Euro auf knapp 1,4 Millionen Euro zusammen. Der Vorstandschef kündigte bereits im Oktober an, auf Bonuszahlungen zu verzichten und wollte damit eine Zeichen in der Finanzkrise setzen. Mitglieder des Vorstandes folgten seinem Beispiel. So spart die Deutsche Bank Geld: Die Gesamtkosten für die Löhne der Vorstände sanken in einem Jahr von 33,18 Millionen auf 4,48 Millionen Euro.

Manager von verschiedenen Banken und Versicherern waren zuletzt kritisiert worden, weil sie trotz Schieflagen und milliardenschwerer Staatshilfen hohe Boni kassiert hatten. In den USA erhitzt der Fall AIG die Gemüter. Der Versicherer, nur durch Staatsgelder noch am Leben, wollte 200 Millionen Dollar an Boni ausschütten, hat davon aber jetzt immerhin 50 Millionen zurückgenommen.

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