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Deutsche-Bank-Vorstand: Ackermann will spätestens 2013 gehen

Vor zwei Jahren sollte Josef Ackermann schon einmal die Deutsche Bank verlassen. Doch das Institut fand keinen passenden Nachfolger. 2013 soll nun endgültig Schluss sein. Und diesmal stehen gleich drei Nachfolgekandidaten in den Startlöchern.

Josef Ackermann will seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank auf keinen Fall erneut verlängern. In einem "Focus"-Gespräch dementierte Ackermann die Spekulation, er werde seinen 2013 auslaufenden Vertrag um weitere drei Jahre bis 2016 laufen lassen. "Es ist keine Lösung, immer wieder zu verlängern, bis man vom Stuhl fällt", erklärte Ackermann.

Ackermanns Vertrag war im Jahr 2009 überraschend bis 2013 verlängert worden, weil das Institut damals keinen Nachfolger gefunden hatte. 2013 wird Ackermann 65 Jahre alt. Mittlerweile werden der Top-Investmentbanker des Hauses, Anshu Jain, und Risikovorstand Hugo Bänziger als Favoriten für die Nachfolge gehandelt.

Anshu Jain, äußerte sich in dem Magazin stolz über die Erfolge der von ihm geleiteten Investmentbank: "Wir haben sie 1995 quasi aus dem Nichts aufgebaut. Welche andere Bank der Welt hat das geschafft?", wurde der im Jahr 1963 geborene Jain zitiert.

Dem Bericht zufolge ärgert sich Jain über den Vorwurf, er und seine Investmentbanker seien Söldner, die ihren Arbeitgeber je nach Höhe des Bonus' wechselten: "Seltsam, dass ich schon mehr als 15 Jahre dabei bin. Und auch 80 Prozent meines Teams sind länger als neun Jahre an Bord."

In der Branche gibt es Stimmen, die mit einem Abschied Ackermanns bereits 2012 rechnen. Denn für 2011 hat er einen Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro versprochen: Wenn er dieses Ziel erreicht habe, könnte für ihn die Gelegenheit zum Abschied ideal sein, heißt es. Ackermann hat das Gewinnziel erst vor wenigen Tagen bekräftigt - auch wenn die Ausgangslage denkbar schlecht ist: Nach Analystenschätzungen dürfte die Deeutsche Bank im Jahr 2010 weniger als sieben Milliarden Euro verdient haben.

Reuters/DPA / DPA / Reuters