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Online-Shopping: DHL, Hermes und Co.: So kommen Pakete wirklich bei Ihnen an

Im Netz bestellen ist einfach, das Paket erhalten, ist dagegen ein Kraftakt: Mal landet die Lieferung bei unbekannten Nachbarn, mal in Filialen mit lächerlich kurzen Öffnungszeiten. Mit diesen Tricks könnte sich das ändern.

Pakete vor der Haustür

Pakete vor der Haustür - viele Kunden beschweren sich über schlechten Lieferservice.

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Der Name könnte alles bedeuten. Vielleicht Müller. Oder Möller. Aber ist das vorn wirklich ein "M"? Um das Gekrakel auf den Benachrichtigungskarten der Paketzusteller zur entziffern, muss man wohl Handschriften-Experte sein. Das wäre alles gar nicht so nervig, würde man das Paket nicht wirklich dringend brauchen. Und so muss man eben früher Feierabend machen, um die Lieferung noch aus einer der wenigen Postfilialen abzuholen. Oder sich durch die Nachbarhäuser klingeln - irgendwo wird es schon gelandet sein.

Der Online-Handel boomt - und mit ihm das Geschäft der Paketversender. In diesem Jahr werden wohl 3,53 Milliarden Sendungen verschickt werden. Vor fünf Jahren waren es erst 2,66 Milliarden Pakete. Und bis zum Jahr 2022 sollen es sogar 4,3 Milliarden Sendungen werden, schätzt der Bundesverband Paket und Expresslogistik. Mehr Sendung bedeutet aber auch mehr Probleme. Rund 6100 Beschwerden sind bei der Bundesnetzagentur eingegangen, ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Aber was können Kunden tun, damit die Sendung bei ihnen ankommt?

1. Den richtigen Paketservice wählen

Die einen schwören auf DHL, die anderen auf Hermes: Welches Unternehmen am zuverlässigsten liefert, ist von Stadtteil zu Stadtteil und von Region zu Region sehr unterschiedlich. Wenn Sie gute Erfahrungen mit einem Unternehmen gemacht haben, versuchen Sie, dass dieser Zusteller auch liefert. Bei einigen Händlern können Sie wählen, wer das Paket liefert. Und: Bei Amazon können Sie nach mehrfachem Ärger auch Paketdienste ausschließen und das in Ihrem Konto vermerken.

2. Packstation nutzen

Wer zu den Lieferzeiten eh im Büro sitzt, braucht eine Alternative. Das kann die Oma aus dem Erdgeschoss sein, die immer so freundlich ist und alle Lieferungen annimmt. Wer nicht so nette Nachbarn hat, fährt mit der Packstation gut. Allerdings gilt dies nur für DHL-Sendungen.

Welche Erfahrung haben Sie in letzter Zeit mit Postsendungen und Paketboten gemacht? Wie lassen Sie sich pakete liefen? Schildern Sie uns Ihre Erlebnisse - positiv wie negativ - an achtungkunde@stern.de. Wir veröffentlichen ausgewählte Beiträge anonym.

3. Privaten Ablageort wählen

Wer in einem eigenen Haus wohnt, hat noch mehr Möglichkeiten. So kann man mit dem Paketunternehmen auch vereinbaren, dass Pakete auf die Terrasse oder in die Garage geliefert werden dürfen. In Mehrfamilienhäusern in Städten ist dieses System schwierig, da offen zugängliche Areale leider auch Diebe anlocken.

4. Wunschnachbarn auswählen

Bei einigen Händlern können Sie einen Wunschnachbarn eintragen, der das Paket annehmen soll, wenn Sie nicht zu Hause sind. Praktisch ist es, wenn man einen Deal mit der Pizzeria an der Ecke schließt. Denn dort kann man aufgrund der Öffnungszeiten auch abends sein Paket abholen. Kleine Geschäfte sind da schon schwieriger, wenn diese bereits um 16 Uhr schließen.

5. Paketshops in der Nähe nutzen

Inzwischen gibt es sie überall: Im Kiosk ist ein Paketshop von GLS integriert, im Geschenkeladen sitzt auch DHL. Die Paketlieferanten sitzen längst mit Mini-Filialen im Einzelhandel. Das ist praktisch, da die Öffnungszeiten deutlich arbeitnehmerfreundlicher sind als die der Post. Auch dahin können Sie sich Pakete liefern lassen. 

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