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Ende der Rezession: EU erwartet Wirtschaftswachstum in Griechenland

Die EU-Kommission rechnet schon in diesem Jahr mit einem zarten Wirtschaftswachstum in Griechenland - zum ersten Mal seit Beginn der Krise. Düster sehen hingegen die Prognosen für Frankreich aus.

Das krisengebeutelte Griechenland wird in diesem Jahr nach jahrelanger Rezession einer EU-Prognose zufolge wieder ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent verzeichnen. Für das Jahr 2015 erwartet die EU-Kommission in ihrem am Dienstag veröffentlichten Wirtschaftsausblick sogar ein Plus von 2,9 Prozent. Das mit internationalen Hilfsprogrammen vor dem Bankrott gerettete Land verzeichnete letztmals im Jahr 2007 ein Plus des Bruttoinlandsprodukts.

Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in dem Land sinkt demnach von 27,3 Prozent im vergangenen Jahr schrittweise auf 26,0 Prozent in diesem und 24,0 Prozent im Jahr 2015. In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, ob die Euro-Länder ein drittes Hilfspaket für das Sorgenkind der Währungsunion schnüren. Weiter Sorgen bereitet in diesem Zusammenhang der Schuldenberg des Landes. Der griechische Schuldenstand sinkt der Prognose der EU-Kommission zufolge zwar von 177,0 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem auf 171,9 Prozent im kommenden Jahr, dies ist jedoch höher als noch in der letzten Analyse vom November erwartet. Der EU-Grenzwert liegt eigentlich bei 60 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Schlechte Nachrichten enthält die neue Prognose der EU-Kommission für Frankreich: Das Haushaltsdefizit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wird sich demnach in diesem und dem kommenden Jahr auf 4,0 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent der Wirtschaftsleistung verschlechtern. Damit liegt das Land weiter deutlich über dem EU-Grenzwert von 3,0 Prozent. Die Regierung in Paris hatte hingegen angekündigt, das Defizit im Jahr 2015 wieder auf den Wert von 2,8 Prozent zu senken.

ono/AFP / AFP