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EZB-Leitzinssenkung: Schritt für Schritt gegen Null

Kampf gegen die Rezession: Die europäische Notenbank hat den Leitzins für den Euroraum nochmals gesenkt. Er lieg jetzt bei 2 Prozent. Einen weiteren Schritt nach unten wird es laut EZB-Chef Trichet zumindest im Februar nicht geben. Analysten erwarten jedoch, dass der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld im Frühjahr auf Null sinken könnte.

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins für den Euroraum angesichts der schweren Wirtschaftskrise auf den niedrigsten Stand seit fünfeinhalb Jahren gesenkt. Die Währungshüter verringerten den Zinssatz um 50 Basispunkte auf 2 Prozent. Das teilte die EZB nach der turnusmäßigen Sitzung des Rates am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Zuletzt hatte der Leitzins im Juni 2003 bei 2 Prozent gelegen. Anfang Dezember hatte die EZB die geldpolitischen Zügel schon deutlich um 0,75 Punkte gelockert, um die darniederliegende Konjunktur anzukurbeln.

Nach der weiteren Verschlechterung der Wirtschaftsaussichten erwarteten fast alle Analysten einen weiteren Schritt, erklärten BayernLB und Commerzbank. Beide Banken rechnen bis zum Frühjahr mit einem Leitzins im Euroraum von nur noch 1 Prozent. Andere Analysten gehen noch weiter. "Die Industrie befindet sich im freien Fall", sagte Ben May, Volkswirt von Capital Economics, "wir erwarten deshalb, dass der Leitzins auf Null oder zumindest nahe Null sinkt." Die amerikanische Notenbank Fed hatte ihren Zins im Dezember auf ein Zielband von 0 bis 0,25 Prozent gesenkt.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet signalisierte in diesem Zusammenhang zumindest für Februar eine Pause. Er denke nicht, dass es schon im kommenden Monat wieder ein wichtiges Treffen geben werde, sagte Trichet. Im März lägen den Währungshütern dann neue Informationen und neue Projektionen vor.

Bankenverbände begrüßten überweigend die erneute Zinssenkung der Europäischen Zentralbank als richtigen Schritt in der Wirtschaftskrise. "Sie leistet damit einen weiteren richtigen Beitrag zum Erfolg der im Euroraum beschlossenen Konjunkturpakete", erklärte beispielsweise der Bundesverband deutscher Banken. Zugleich warnte der Bankenverband aber vor allzu hohen Erwartungen. Die Erfahrungen aus Japan in den 90er Jahren zeigten, dass Niedrigzinspolitik allein nicht ausreiche. Wichtig sei, dass sich der Finanzsektor wieder erhole.

Kritik an der EZB-Politik kam vom Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB). "Die schlechten Wachstumsaussichten für das laufende Jahr hätten eine noch deutlichere Leitzinssenkung gerechtfertigt", hieß es. Die EZB sei in ihrer Zinspolitik im Vergleich zur Fed "viel defensiver ausgerichtet".

Euro-Raum erholt sich frühestens Mitte 2010

Die Konjunkturaussichten für den Euroraum hatten sich in den letzten Wochen dramatisch eingetrübt. Nach Einschätzung der OECD wird sich die Wirtschaft frühestens Mitte 2010 erholen. In diese Woche vorgelegten Jahresbericht zeichnete die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen düsteren Teufelskreis aus Finanzkrise, Rezession und Arbeitslosigkeit.

Deutschland - die größte Volkswirtschaft der Eurozone - wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Konjunkturexperten in die stärkste Rezession in der Nachkriegsgeschichte stürzen. Nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft bereits im vierten Quartal 2008 um 1,5 bis 2 Prozent geschrumpft. Der Start in 2009 dürfte Beobachtern zufolge entsprechend schwach ausfallen.

Auch die US-Wirtschaft, die ein wichtiger Exportmarkt insbesondere für Deutschland ist, ist schlecht ins neue Jahr gestartet, und die Aussichten bleiben düster. Das geht aus einem Bericht hervor, den die US-Notenbank Fed in Washington veröffentlichte. Die zwölf Regionalbanken der Fed meldeten für die letzten beiden Monate 2008 kräftige Rückgänge in allen Branchen vom Einzelhandel über die Fabrikproduktion bis hin zu Dienstleistungen und Immobilienmarkt. Viele Analysten rechnen mit einem Minus des Bruttoinlandsprodukts von ungefähr sechs Prozent im vierten Quartal 2008.

joe/AP/Reuters / AP / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?