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Finanzkrise: Autoabsatz bricht um 18 Prozent ein

Die Talfahrt der Autobranche in Deutschland geht ungebremst weiter. Die Zahl der Neuzulassungen ist laut Kraftfahrzeugverband VDIK im November um knapp 18 Prozent auf rund 233.800 Fahrzeuge eingebrochen. Dem Verband zufolge wird 2008 das schlechteste Absatzjahr seit der Wiedervereinigung.

Die Autobranche in Deutschland leidet weiter unter massiven Absatzproblemen. "Der Markt 2008 wird das schlechteste Zulassungsergebnis nach der Wiedervereinigung erzielen", sagte der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange, am Dienstag. Im November brach der Autoabsatz in Deutschland um 17,6 Prozent ein.

"Die krisenhafte Entwicklung hat sich, wie zu erwarten war, weiter verstärkt", sagte Lange. Die Politik habe viel zu lange Forderungen ignoriert, die CO2 basierte Kfz-Steuer umgehend einzuführen, abgas- und CO2-ärmere Fahrzeuge zu fördern und die Steigerung der Mobilitätskosten zu stoppen.

Insgesamt zählte der VDIK 233.800 Neuzulassungen. Bereinigt um die geringere Zahl der Arbeitstage beträgt das Minus zehn Prozent, was dem Rückgang in den beiden Vormonaten entspricht. Von Januar bis November verkauften die Hersteller 2.864.000 Autos, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der seit langem währende Trend zu den sparsameren Dieselmotoren hat sich in diesem Jahr umgekehrt. Während "Benziner" rund fünf Prozent mehr Kunden fanden, brach der Absatz von Dieselfahrzeugen um neun Prozent ein. Autos mit alternativen Antrieben wie etwa Flüssiggas fanden ein Drittel mehr Käufer - insgesamt 29.000.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters