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Finanzkrise: Der Rentenkasse fehlen 800 Millionen Euro

Die finanzielle Krise der gesetzlichen Rentenversicherung ist einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge weit schlimmer als bislang angenommen.

Die finanzielle Krise der gesetzlichen Rentenversicherung ist einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge weit schlimmer als bislang angenommen. Spätestens im kommenden November drohe ein Finanzloch von rund 800 Millionen Euro, berichtet das Blatt unter Berufung auf ein internes Schreiben des Präsidenten der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Herbert Rische. Im November werde "ein zinsloses Darlehen des Bundes" erforderlich, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.

Bundesgarantie

Dem Bericht zufolge wäre es das erste Mal, dass die gesetzliche Rentenversicherung die so genannte Bundesgarantie in Anspruch nehmen müsste, um ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern. Grund für den Engpass sei die Absenkung des Finanzpolsters in der Rentenkasse, der so genannten Schwankungsreserve zu Jahresbeginn, zitiert die Zeitung Rische weiter. Dies werde im Jahresverlauf zu Zahlungsschwierigkeiten führen.

"Ab September 2004 reichen die Mittel auch nicht mehr zur vollständigen Zahlung der Renten aus", schrieb Rische dem Bericht zufolge. Deshalb müsse der Bund einspringen und später fällige Bundeszuschüsse vorziehen, zitiert das Blatt den BfA-Präsidenten.

AP / AP