Fluggesellschaften Fusion von Air Berlin und Condor geplatzt


Der geplante Zusammenschluss von Air Berlin und dem Ferienflieger Condor ist gescheitert. Der Reisekonzern Thomas Cook und die Fluggesellschaft Air Berlin zogen ihren Antrag beim Bundeskartellamt auf Freigabe der Fusion zurück. Beide Unternehmen wollen aber nach einer Alternative suchen.

Air Berlin will nicht mehr den Ferienflieger Condor übernehmen. Die beiden Unternehmen zogen beim Bundeskartellamt ihren Antrag auf Fusion zurück, wie der Condor-Haupteigner Thomas Cook mitteilte. Die Parteien seien zudem übereingekommen, die bestehende Vereinbarung zu kündigen. Dieser zufolge wollte Air Berlin zunächst 75,1 Prozent der Condor-Anteile von Thomas Cook übernehmen, ein Jahr später dann die rechtlichen 24,9 Prozent vom Minderheitenaktionär Lufthansa.

Thomas Cook prüfe nun in weiteren Gesprächen mit Air Berlin, ob sich eine alternative Transaktion finden lasse, erklärte der Touristikkonzern.

In einem Schreiben an das Bundeskartellamt nennen die Parteien erheblich veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen seit Vertragsabschluss als Grund für die Rücknahme des Antrages. Allein das Kerosin habe sich um mehr als 100 Prozent verteuert. Air Berlin und Thomas Cook hatten im September vergangenen Jahres ihre Pläne für einen Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften bekanntgegeben. Air Berlin wäre zu einer der größten europäischen Airlines aufgestiegen. Im Gegenzug wäre Thomas Cook mit einem Anteil von knapp 30 Prozent zum Air-Berlin-Großaktionär geworden.

Das Bundeskartellamt hatte am Dienstag ein Veto gegen den Zusammenschluss angekündigt, falls es nicht gelingen sollte, kurzfristig die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen. Die Behörde befürchtete durch den Zusammenschluss erhebliche Wettbewerbseinbußen auf den wichtigen Flugstrecken in die Mittelmeerregion.

AFP/AP AP

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