Gasschulden Minsk lenkt im Gasstreit ein


Weißrussland will der drohenden Lieferhalbierung durch Russland zuvorkommen und will deshalb seine Gaschulden zahlen. Präsident Alexander Lukaschenko kündigte die Überweisung von 460 Millionen Dollar an den russischen Lieferanten Gazprom an - aus den Staatsreserven.

Weißrussland will im Streit um Erdgaslieferungen aus Russland seine Schulden begleichen und damit Einschnitte bei der Energieversorgung abwenden. Der russische Gasmonopolist Gazprom werde die geforderten 460 Millionen Dollar (337 Mio Euro) erhalten, teilte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko am Donnerstag in Minsk mit. Das Geld werde den Staatsreserven entnommen.

Gazprom hatte wegen der Schulden angekündigt, die Gasversorgung der benachbarten Republik von diesem Freitag an um 45 Prozent zu drosseln. Minsk war durch eine Verdoppelung der Gaspreise in den vergangenen Monaten in erheblichen Zahlungsrückstand geraten. Laut Gazprom hatte Weißrussland die Gasexporte für das erste Halbjahr 2007 nur etwa zur Hälfte bezahlt.

Nicht der erste Gasstreit

Zwischen Russland und Weißrussland hatte es bereits zum Jahreswechsel über Energielieferungen Streit gegeben. Während ein Gaslieferstopp abgewendet werden konnte, drosselte Russland für einige Tage die Öllieferungen. Davon war auch die Transitleitung in die EU betroffen.

ASP/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker