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GfK-Konsumklimaindex: Deutsche kaufen unbeirrt weiter

Trotz der Flut von Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft bleiben die Verbraucher gelassen. Dank niedriger Lebensmittel- und Energiepreise, Konjunkturprogramm II und Rabattaktionen im Einzelhandel hält die Kauflust der Bürger an. Noch - denn die Konsumforscher registrieren auch eine wachsende Angst vor dem Jobverlust.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland trotzt der Wirtschaftskrise und zeigt sich ungeachtet der düsteren Konjunkturprognosen weiterhin erstaunlich robust. Das Konsumklima sei im März nahezu stabil geblieben, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Donnerstag in Nürnberg mit. Vor allem die Kauflust der Bürger halte sich auf einem guten Niveau.

Gründe dafür seien die niedrige Inflationsrate sowie die finanziellen Anreize des zweiten staatlichen Konjunkturpakets. Auch Hersteller und Handel trügen ihren Teil bei: So ergänzten zum Beispiel einige Autohersteller die Abwrackprämie mit eigenen Aktionen, und Händler aus anderen Branchen hätten die Prämie für ihre Produkte kopiert.

Allerdings werde der Pessimismus der Bürger angesichts der finsteren Konjunkturaussichten größer, teilte die GfK mit. Die Angst um den Arbeitsplatz dürfte mehr und mehr in den Vordergrund treten, hieß es in der Studie. Nahezu unverändert blieb im März die Einkommenserwartung der Verbraucher. Sinkende Preise für Lebensmittel stärkten die Kaufkraft der Konsumenten. "Gerade die Discounter liefern sich derzeit einen Preiskampf und locken die Verbraucher mit Angeboten und Rabatten", hieß es.

Der Gesamtindikator für das Konsumklima sinkt laut GfK-Prognose im April auf 2,4 Punkte nach 2,5 Punkten im März. Damit sei die seit Oktober 2008 anhaltende Aufwärtsbewegung zwar vorerst gestoppt; doch das Konsumklima bleibe "in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld" nach wie vor stabil.

DPA / DPA