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Goldman investiert Millionen: Facebook erinnert an New Economy

450 Millionen Dollar investierte die US-Bank Goldman Sachs in das soziale Netzwerk Facebook. Experten schätzen, dass das Unternehmen 2011 einen Umatz von zwei Milliarden Dollar machen wird.

Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook ist einem Medienbericht zufolge mittlerweile 50 Milliarden Dollar wert. Nach Investitionen der US-Großbank Goldman Sachs und der russischen Internet- Beteiligungsgruppe Digital Sky Technologies sei das vor sechs Jahren gegründete US-Unternehmen jetzt wertvoller als eBay, Yahoo oder Time Warner, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Personen, die mit den Bedingungen des Geschäfts vertraut sind. Goldman kamen demnach zuletzt 450 Millionen Dollar. Digital Sky Technologies habe zusätzlich zu den bereits investierten rund 500 Millionen Dollar weitere 50 Millionen Dollar eingebracht.

Die schnell steigende Bewertung von Facebook erinnert zunehmend an die Zeiten der New Economy vor zehn Jahren, als populäre Internetfirmen im Verhältnis zu ihren Einnahmen ähnlich hoch veranschlagt wurden. Facebook wird nun etwa auf den gleichen Wert wie die Deutsche Telekom geschätzt. Der Dax-Konzern dürfte aber mit gut 60 Milliarden Euro in diesem Jahr mehr als 30 Mal soviel umsetzen wie die Internetfirma.

Dem Bericht zufolge plant Goldman ein Anlagevekikel, damit Kunden direkt in Facebook investieren können. Das Geldhaus rechne damit, bis zu 1,5 Milliarden Dollar einzusammeln. Zudem habe sich die US-Bank die Option gesichert, einen Anteil im Umfang von bis zu 75 Millionen Dollar an seiner Facebook-Investition an Digital Sky zu verkaufen. Facebook, Digital Sky Technologies sowie Goldman konnten für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

Facebook steht derzeit nicht nur wegen seines Marktwerts und einem Hollywood-Streifen zu den Gründungstagen der Firma im Fokus. Medienberichten zufolge überprüft die US-Börsenaufsicht das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen wegen seines Handels mit Firmenanteilen, der rechtliche Grenzen zu sprengen droht. Facebook befindet sich in privater Hand, über einen Börsengang wird seit einiger Zeit spekuliert. Zuckerberg - jüngst vom US-Magazin "Time" zur Person des Jahres 2010 gewählt - hat sich bisher auf keinen Zeitpunkt festlegen lassen. Erst im November sagte er auf eine entsprechende Frage: "Das kann dauern."

Reuters / Reuters