Trumps ehemaliger Chef-Abschieber Gregory Bovino hat Wochen nach seiner Entlassung aus dem Amt nun endlich den Zugang auf drei Social-Media-Accounts der Regierung zurückgegeben. Bovino hatte die offiziellen Facebook-, Instagram- und X-Accounts der El Centro Region nach seinem Amtsantritt kurzerhand mit seinem Namen versehen – und dort kräftig gebloggt. Er wurde schnell dafür bekannt, dort aggressive Videos von sich und seinen maskierten Agenten hochzuladen, wie sie Immigranten verfolgten. Am Ende hatte er auf allen drei Accounts insgesamt 850.000 Follower.
Schon als er unter Präsident Donald Trump zum Chef der Border Patrol ernannt wurde, hatte er sich geweigert, die Konten wieder freizugeben. Er ignorierte damals schlichtweg die Aufforderungen von offizieller Seite. Laut Internet-Portal „The Daily Beast“ argumentierte Bovino, dass die Anhänger seine seien, die er sich verdient habe, Und sie jetzt erwarten würden, dass er auch in seiner künftigen Aufgabe weiter postet.
Bovino zeigte sich bei zahlreichen chaotischen ICE-Razzien
Bovino war in der Vergangenheit oft inmitten von chaotischen ICE-Razzien fotografiert worden. Besonders auffallend war dabei sein grüner Wollmantel mit goldenen Knöpfen. Aufgrund seiner Frisur und der Kleidung zogen viele Nazi-Vergleiche. Laut „New York Times“ war Bovino dafür bekannt, bewusst Konfrontationen zu provozieren – um damit neues Material für Instagram und Co. zu haben.
Im März hatte er bekannt gegeben, dass er die Behörde nach 30 Jahren verlassen werde. Zuvor waren zwei US-Bürger bei Zusammenstößen mit ICE-Agenten getötet worden. „The Daily Beast" hatte um einen Kommentar von Bovino gebeten, konnte ihn aber nicht erreichen.