Am Wochenende könnten in einigen Teilen Deutschlands die Supermarkttüren geschlossen bleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem bundesweiten Warnstreik im Groß- und Einzelhandel für Freitag und Samstag aufgerufen. Zu den Geschäften, die bestreikt werden könnten, gehören unter anderem Edeka, Rewe, Kaufland und Metro. Zudem sollen die Beschäftigten auch bei zwei Lagerstandorten von Rewe und Penny die Arbeit niederlegen.
Daneben könnten Kundinnen und Kunden noch in weiteren Geschäften des Einzelhandels vor verschlossenen Filialen stehen, etwa bei Ikea, Obi, Zara, H&M oder Primark. Da die Streiks von den jeweiligen Landesbezirken organisiert werden, fallen sie je nach Bundesland unterschiedlich aus.
Leere Regale muss niemand befürchten
Besonders betroffen sind laut "Bild"-Berichten Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Norddeutschland. Jedoch wird es wohl nicht zu flächendeckenden Streiks bei bestimmten Einzelhandelsketten wie Supermärkten oder Möbelhäusern kommen. Vielmehr sollten Verbraucher in einigen Regionen mit Verzögerungen rechnen. Engpässe bei der Lebensmittelversorgung wird es also nicht geben, zudem andere Supermarkt-Ketten nicht von dem Streik betroffen sind. Der Streik bei den zwei Großlagern sorgt allenfalls zu Wochenbeginn für kurzfristige Engpässe in einzelnen Supermarkt-Filialen.
Auch die Beschäftigten bei Pharma-Großhändlern könnten sich am Streik beteiligen. Aber einen Versorgungsengpass bei Medikamenten muss niemand befürchten, die Versorgung sei sichergestellt.