Vor der Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Ob es sich bei dem Tier um den in der Nordsee freigelassenen Buckelwal handelt, ist bislang unklar. Der stern-Newsblog.
Seit Anfang März irrte ein Buckelwal vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete dabei mehrmals – erst in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand – daher der Name „Timmy“ – und schließlich am 31. März endgültig vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht (Mecklenburg-Vorpommern). Von dort startete eine groß angelegte Rettungsaktion.
Der Buckelwal wurde in einer Transport-Barge Richtung Nordsee gebracht. Seit Samstag, 2. Mai, ist „Timmy“ frei. Mitten auf der Nordsee vor der norwegischen Küste schwamm er ins offene Meer. Seitdem ist sein Schicksal ungewiss.
Buckelwal „Timmy“ ist frei: Wie es nun weitergeht
Alle Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Lena Keppler
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Phil Göbel
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagt, sein Haus stehe seit der Nacht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und darüber hinaus mit der dänischen Umweltbehörde.
„Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, dass zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.“ Er warnte vor Spekulationen.
„Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, dass zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.“ Er warnte vor Spekulationen.
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Phil Göbel
Wie „Bild“ berichtet, erklärte Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde in Anholt, gegenüber dem dänischen TV-Sender DRTV: „Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt“.
Ein deutscher Tierarzt, der in den Fall Timmy involviert war, habe um eine Gewebeprobe gebeten. Es werde ein gutes Stück aus dem Tier geschnitten, das dann in Teilen sowohl Forscher in Deutschland als auch in Dänemark erhalten können. Darüber hinaus werde untersucht, ob der Wal mit einem Sender ausgestattet ist.
Ein deutscher Tierarzt, der in den Fall Timmy involviert war, habe um eine Gewebeprobe gebeten. Es werde ein gutes Stück aus dem Tier geschnitten, das dann in Teilen sowohl Forscher in Deutschland als auch in Dänemark erhalten können. Darüber hinaus werde untersucht, ob der Wal mit einem Sender ausgestattet ist.
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Phil Göbel
Wenn es sich bei dem vor der dänischen Insel Anholt gestrandeten toten Wal tatsächlich um den Wismarer Buckelwal handelt, hoffen die Experten des Deutschen Meeresmuseum auf eine Untersuchung des Tieres. „Es geht darum, Erkenntnisse für künftige Strandungen und Rettungsaktionen zu gewinnen“, sagte eine Sprecherin des Museums am Morgen der Nachrichtenagentur DPA.
Die dänische Nachrichtenagentur Ritzau hatte unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen davon berichtet, dass das tote Tier etwa 75 Meter vor der Küste liege und vermutlich bereits seit einiger Zeit tot sei.
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Niels Kruse
Das macht Dänemark mit gestrandeten und verendeten Walen
Vor der dänischen Küste treibt ein toter Wal. Ob es sich dabei um den jüngst „geretteten“ Buckelwal Timmy handelt – (noch) unklar. Sicher dagegen ist, welchen Umgang Dänemark mit gestrandeten und verendeten Meeressäugern pflegt: Besteht kein wissenschaftliches Interesse an den Tieren und stellen sie auch keine Gefahr für Mensch und Schifffahrt dar, werden sie ihrem natürlichen Schicksal überlassen.
Sprich: Rettungsversuche und Ähnliches sind untersagt, die „Natur sollte nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden“, heißt es bei der Umweltbehörde.
Sprich: Rettungsversuche und Ähnliches sind untersagt, die „Natur sollte nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden“, heißt es bei der Umweltbehörde.
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Jacqueline Haddadian

Toter Wal vor dänischer Insel entdeckt – ist es „Timmy“?
Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen.
Im Laufe des Tages soll laut dänischen Medien eine Gewebeprobe von dem toten Tier entnommen werden. Den Angaben nach wird darauf gewartet, dass Niedrigwasser dies zulässt.
Im Laufe des Tages soll laut dänischen Medien eine Gewebeprobe von dem toten Tier entnommen werden. Den Angaben nach wird darauf gewartet, dass Niedrigwasser dies zulässt.
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Moritz Dickentmann
Ist bei der Freilassung des Buckelwals alles korrekt abgelaufen? Berichte von Mitgliedern der privaten Rettungsinitiative ließen daran Zweifel aufkommen. Nun wehrt sich die Crew mit anwaltlicher Unterstützung gegen die Vorwürfe.
Mehr Infos in diesem Artikel:
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Phil Göbel
Für den künftigen Umgang mit Wal-Strandungen an den deutschen Küsten sollen im Herbst Vorschläge für ein einheitliches Konzept auf dem Tisch liegen. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee habe den Auftrag erhalten, diese bis zur nächsten Umweltministerkonferenz im Herbst vorzulegen, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium mit. Das wochenlange Drama um den mehrmals gestrandeten Buckelwal in der Ostsee habe gezeigt, dass es klarere Strukturen und abgestimmte Verfahren brauche.
„Solche Einsätze sind hochkomplex“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Es benötige klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Prozesse und eine gemeinsame Linie über Ländergrenzen hinweg. Der jetzt gefasste Beschluss zeige, „dass wir die Sache nicht nur ernst nehmen, sondern auch Konsequenzen daraus entwickeln“.
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Phil Göbel
Was geschah bei der Freilassung des Wals? Ein mutmaßlicher Beteiligter der Rettungsaktion hat sich nun geäußert und gibt Details, die den bisherigen Berichten widersprechen.
Alle Details hier:
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Phil Göbel
Wo ist der Wal? Initiative liefert noch immer keine Daten
Das Landesumweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern wartet weiter auf belastbare Informationen zum Wal. Die für den Transport verantwortliche Privatinitiative habe entgegen ausdrücklicher Vereinbarungen bisher keine Daten zu Ortungen oder Gesundheitszustand bereitgestellt, so Umweltminister Till Backhaus.
Er kritisierte das Verhalten der von den Behörden geduldeten Initiative scharf: „Ich hätte mir hier deutlich mehr Transparenz gewünscht.“ Er wolle sich aber auch weiterhin nicht an „Spekulationen“ über einen etwaigen Tod des Meeressäugers beteiligen, fügte er hinzu.
Sollte sich die Situation nicht ändern, erwäge das Ministerium gar rechtliche Schritte gegen die Initiative, wie der „Spiegel“ berichtet.
Sollte sich die Situation nicht ändern, erwäge das Ministerium gar rechtliche Schritte gegen die Initiative, wie der „Spiegel“ berichtet.
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Kai Müller
Rückblick: Die Artgenossen des Walbullen
Tierschicksale könnten helfen, Aufmerksamkeit für ökologische Probleme zu generieren – in diesem Fall sei das aber kaum gelungen, meint Politikwissenschaftler Kai Arzheimer von der Universität Mainz. Vermutlich werde das Geschehen schnell vergessen sein, nimmt der Politikwissenschaftler Arthur Benz an. „Lernen könnte man daraus nur, wie man nicht Politik betreiben soll. Aber es gibt leider viele andere Fälle, aus denen man das auch könnte.“
Von Whale and Dolphin Conservation hieß es, die Organisation werde sich für ein Strandungsprotokoll in Deutschland einsetzen, das im Falle einer Walstrandung offiziell regelt, was zu tun ist. „Auch wenn der Fall dieses Buckelwals extrem traurig und tragisch ist – die Realität ist, dass jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine weltweit einen ähnlich langen Leidens- beziehungsweise Sterbeweg haben, da sie sich in Fischereigeräten verstricken.“
Von Whale and Dolphin Conservation hieß es, die Organisation werde sich für ein Strandungsprotokoll in Deutschland einsetzen, das im Falle einer Walstrandung offiziell regelt, was zu tun ist. „Auch wenn der Fall dieses Buckelwals extrem traurig und tragisch ist – die Realität ist, dass jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine weltweit einen ähnlich langen Leidens- beziehungsweise Sterbeweg haben, da sie sich in Fischereigeräten verstricken.“
„Auch wenn der Fall dieses Buckelwals extrem traurig und tragisch ist – die Realität ist, dass jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine weltweit einen ähnlich langen Leidens- beziehungsweise Sterbeweg haben, da sie sich in Fischereigeräten verstricken“Whale and Dolphin Conservation
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Kai Müller
Rückblick: Der Wal
Verwest das Tier längst auf dem Grund der Nordsee? „Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen und nicht mehr lebt“, heißt es von Experten des Deutschen Meeresmuseums.
Vor seiner Freisetzung war der Wal bei hohem Wellengang im Lastkahn hin und her geschwappt und gegen die Bordwände geprallt. Er habe sich dabei nur etwas am Maul verletzt, hieß es von der Initiative. Durch unabhängige Quellen verifizieren ließ sich diese Angabe ebenso wenig wie etliche andere.
„Am Kopf ist die Blubberschicht extrem dünn, deshalb kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Blubber die Stöße abgefangen hat“, erklärt das Meeresmuseum. Jeder Stoß habe ungedämpft auf den Kopfbereich eingewirkt. Der Wal habe sehr geschwächt gewirkt, habe sich den Livestream-Bildern zufolge in dem Stahlbecken kaum bewegt.
Fehlen die Daten weiter, ließe sich nicht einmal sagen, ob das letztlich einen Sinn hatte: „Ohne zu wissen, wo sich das Tier befindet, und ohne zu wissen, dass es sich bewegt, lässt sich unmöglich sagen, ob es tot ist – womit die gesamte Aktion umsonst und Tierquälerei gewesen wäre“, sagt der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus.
Vor seiner Freisetzung war der Wal bei hohem Wellengang im Lastkahn hin und her geschwappt und gegen die Bordwände geprallt. Er habe sich dabei nur etwas am Maul verletzt, hieß es von der Initiative. Durch unabhängige Quellen verifizieren ließ sich diese Angabe ebenso wenig wie etliche andere.
„Am Kopf ist die Blubberschicht extrem dünn, deshalb kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Blubber die Stöße abgefangen hat“, erklärt das Meeresmuseum. Jeder Stoß habe ungedämpft auf den Kopfbereich eingewirkt. Der Wal habe sehr geschwächt gewirkt, habe sich den Livestream-Bildern zufolge in dem Stahlbecken kaum bewegt.
Fehlen die Daten weiter, ließe sich nicht einmal sagen, ob das letztlich einen Sinn hatte: „Ohne zu wissen, wo sich das Tier befindet, und ohne zu wissen, dass es sich bewegt, lässt sich unmöglich sagen, ob es tot ist – womit die gesamte Aktion umsonst und Tierquälerei gewesen wäre“, sagt der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus.
„Ohne zu wissen, wo sich das Tier befindet, und ohne zu wissen, dass es sich bewegt, lässt sich unmöglich sagen, ob es tot ist – womit die gesamte Aktion umsonst und Tierquälerei gewesen wäre“Meeresbiologe Peter Madsen
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Kai Müller
Rückblick: Die Selbstdarsteller bei der Walrettung
Mit einem Selfiestick lässt sich ein Wal zwar schwerlich retten, zum Accessoire von Menschen direkt am leidenden Tier zählte er dennoch. Der Influencer Robert Marc Lehmann hatte einen dabei, als er vor Timmendorfer Strand zum Walbullen schritt. Auch in den Wochen danach war er immer wieder bei Leuten zu sehen, die sich dem Wal näherten.
Generell waren, vor allem als die Privatinitiative aktiv wurde, regelmäßig Menschen direkt am Wal. Mindestens einmal dümpeln Männer auf einem SUP, Päuschen-machend, direkt neben ihm. Im Sinne des Tierwohls ist das Experten zufolge nicht: Es werde zu so viel Abstand wie möglich geraten, hieß es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC).
Generell waren, vor allem als die Privatinitiative aktiv wurde, regelmäßig Menschen direkt am Wal. Mindestens einmal dümpeln Männer auf einem SUP, Päuschen-machend, direkt neben ihm. Im Sinne des Tierwohls ist das Experten zufolge nicht: Es werde zu so viel Abstand wie möglich geraten, hieß es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC).
Robert Marc Lehmann. Felix Koenig / Imago Images
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Kai Müller
Rückblick: Die rechte Ecke bei der Walrettung
Ausgerechnet die AfD und Naturschutz? Die Partei lehnt Klimaschutzmaßnahmen ab, hält an fossilen Brennstoffen fest, will Düngereinschränkungen lockern und auch Einschränkungen der Fischerei abschaffen. Wie passt das zusammen?
„Hervorragend“, sagt Politikwissenschaftler Kai Arzheimer von der Universität Mainz. Das Wal-Schicksal werde genutzt, um vom notwendigen, aber eher technischen Umweltschutz abzulenken. Die Tatsache, dass jährlich tausende Wale und Delfine in Fischernetzen verenden, werde ausgeblendet. „Stattdessen haben Rechtspopulisten hier einmal mehr die Möglichkeit, sich als Vertreter des Volksempfindens gegenüber den unfähigen, korrupten und nun auch noch grausamen Eliten zu inszenieren.“
Parteien neigten generell dazu, emotionale Themen aufzugreifen und zu instrumentalisieren, sagt der Medienforscher Philip Baugut von der Macromedia University of Applied Sciences.
„Hervorragend“, sagt Politikwissenschaftler Kai Arzheimer von der Universität Mainz. Das Wal-Schicksal werde genutzt, um vom notwendigen, aber eher technischen Umweltschutz abzulenken. Die Tatsache, dass jährlich tausende Wale und Delfine in Fischernetzen verenden, werde ausgeblendet. „Stattdessen haben Rechtspopulisten hier einmal mehr die Möglichkeit, sich als Vertreter des Volksempfindens gegenüber den unfähigen, korrupten und nun auch noch grausamen Eliten zu inszenieren.“
Parteien neigten generell dazu, emotionale Themen aufzugreifen und zu instrumentalisieren, sagt der Medienforscher Philip Baugut von der Macromedia University of Applied Sciences.
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Kai Müller
Rückblick: Die Menschen voller Hass
Angetrieben von populistischen Stimmungsmachern gab es auf Facebook, X, Instagram oder Tiktok rund um den Wal viel Druck und Hetze. Experten, Walschützer, das Ministerium, am Ende auch die Schiffsleute: Alle bekamen schlimme Hass- und Drohmails, mitunter sogar Todesdrohungen.
Die Emotionalisierung von Politik sei kein neues Phänomen, sagt Politikwissenschaftler Kai Arzheimer von der Universität Mainz.. „Die unsachlichen, persönlichen und bedrohlichen Attacken auf Expertinnen und Experten erinnern an die Pandemie.“
Vehemenz und Bedrohlichkeit von Diskussionen verschärften sich generell, sagt auch Kommunikationsforscher Sven Engesser von der TU Dresden.
Politiker sollten nicht dem Irrtum erliegen, dass die lautstark geäußerten Meinungen repräsentativ für die Bevölkerung seien. „Wir wissen aus der Forschung, dass sich vorwiegend eine radikale und stark emotionalisierte Minderheit an den öffentlichen Debatten beteiligt“, so Engesser. „Sehr viele Menschen haben sich jedoch vermutlich ein weitgehend sachliches Urteil über den Wal gebildet.“
Die Emotionalisierung von Politik sei kein neues Phänomen, sagt Politikwissenschaftler Kai Arzheimer von der Universität Mainz.. „Die unsachlichen, persönlichen und bedrohlichen Attacken auf Expertinnen und Experten erinnern an die Pandemie.“
Vehemenz und Bedrohlichkeit von Diskussionen verschärften sich generell, sagt auch Kommunikationsforscher Sven Engesser von der TU Dresden.
Politiker sollten nicht dem Irrtum erliegen, dass die lautstark geäußerten Meinungen repräsentativ für die Bevölkerung seien. „Wir wissen aus der Forschung, dass sich vorwiegend eine radikale und stark emotionalisierte Minderheit an den öffentlichen Debatten beteiligt“, so Engesser. „Sehr viele Menschen haben sich jedoch vermutlich ein weitgehend sachliches Urteil über den Wal gebildet.“
Politikwissenschaftler Kai Arzheimer. Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Sämer / DPA
„Die unsachlichen, persönlichen und bedrohlichen Attacken auf Expertinnen und Experten erinnern an die Pandemie“Politikwissenschaftler Kai Arzheimer
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DPA