Der Vorfall löste in den vergangenen Tagen weltweit Empörung aus: Ein Mann hatte einen großen Stein auf eine vom Aussterben bedrohte hawaiianische Mönchsrobbe geworfen. Ein Video davon ging in den sozialen Netzwerken viral.
Jetzt haben die Behörden den Steinewerfer gefasst, teilte das US-Justizministerium mit. Es handelt sich um einen Mann aus dem US-Bundesstaat Washington. Der 38-Jährige wurde in Seattle festgenommen. Er wird nach dem Gesetz zum Schutz gefährdeter Arten und dem Meeressäugerschutzgesetz angeklagt.
Sollte er verurteilt werden, könnte er pro Anklagepunkt für ein Jahr ins Gefängnis gehen. Darüber hinaus droht ihm laut Justizministerium eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 70.000 US-Dollar.
Der Verdächtige soll gegenüber Augenzeugen erklärt haben, es sei ihm egal, welche Konsequenzen drohten, da er „reich genug“ sei, um mögliche Geldstrafen zu bezahlen, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
Mönchsrobben auf Hawaii sind stark bedroht
In dem Video ist zu sehen, wie ein Mann einen kokosnussgroßen Stein direkt in Richtung des Kopfes der Robbe, bekannt als Lani, schleudert. Der Stein verfehlt das Tier knapp, die Robbe gerät aber sichtbar in Panik. Die hawaiianische Mönchsrobbe zählt zu den seltensten Meeressäugern der Welt. Es leben nur noch etwa 1600 Tiere in freier Wildbahn.
„Die einzigartige und wertvolle Tierwelt der Hawaii-Inseln ist ein bekanntes Symbol für Hawaiis besondere Stellung in der Welt und seine unglaubliche Artenvielfalt. Wir setzen uns für den Schutz unserer gefährdeten Wildtierarten ein, insbesondere für die bedrohten Hawaii-Mönchsrobben wie Lani“, sagte US-Staatsanwalt Ken Sorenson. „Wir versichern, dass diejenigen, die unsere geschützten Wildtiere belästigen und ihnen Schaden zufügen wollen, umgehend vor einem Bundesgericht zur Rechenschaft gezogen werden.“
Quelle: US-Justizministerium