Griechenland-Krise Euro-Länder bilden Front gegen Ratingagenturen

Die Regierungen der Euro-Zone wollen einem Zeitungsbericht zufolge die Dominanz der internationalen Ratingagenturen brechen. Wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Kreise der EU-Finanzminister berichtet, wollen sie ein eigenes Länderrating für die Euro-Staaten aufbauen.

Die Regierungen der Euro-Zone wollen einem Zeitungsbericht zufolge die Dominanz der internationalen Ratingagenturen brechen. Wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Kreise der EU-Finanzminister berichtet, soll die Europäische Zentralbank (EZB) ein eigenes Länderrating für die Euro-Staaten aufbauen, um sich nicht mehr auf die Bonitätsprüfung von Moody's, Standard & Poor's und Fitch verlassen zu müssen. "Die Agenturen haben sich im Fall Lehman total geirrt. Wer sagt uns, dass sie es nicht wieder tun?" zitierte das Blatt Ecofin-Kreise. In der EZB solle dieser Ansatz auf viel Zustimmung stoßen. Der Unmut in der Zentralbank sei groß, dass das Schicksal Griechenlands mittlerweile in der Hand einer einzigen Ratingagentur, nämlich Moody's, liege, zitiert die Zeitung Notenbankkreise. Die EZB selbst wollte dem Bericht zufolge dazu nicht Stellung nehmen.

Reuters Reuters

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