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Großauftrag für Airbus: China ordert 102 Flugzeuge

Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann sich über einen Großauftrag aus China freuen. Vier chinesische Fluglinien bestellten insgesamt 102 Airbus-Maschinen, wie das französische Präsidialamt am Donnerstag während eines Besuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao bekannt gab.

Riesenauftrag aus China für Airbus: Die Volksrepublik hat mit dem europäischen Flugzeugbauer eine Vereinbarung über mehr als 100 Flugzeuge getroffen. Der Gesamtwert beläuft sich auf 14 Milliarden Dollar (etwa 10 Mrd Euro) nach Listenpreisen. Die Verträge wurden am Donnerstag beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Paris unterzeichnet, wie das französische Präsidentenamt mitteilte. Neu sind nach Airbus- Angaben Bestellungen für 66 Flugzeuge. Der Auftragswert kommt auf 7,8 Milliarden Dollar (5,5 Mrd Euro).

Bei den Neubestellungen handelt es sich um 50 Flugzeuge der A320- Familie, sechs des zweistrahligen Großraumjets A330 und zehn des neuen Typs A350 XWB. Die erste A350 - ein Langstreckenjet für 270 bis 350 Passagiere - soll 2013 ihren Liniendienst aufnehmen.

Nach der Hiobsbotschaft für Airbus über die Notlandung eines ihrer Prestige-Flugzeuge des Typs A380 kam die positive Nachricht für die EADS-Konzerntochter gerade im rechten Moment. An den Börsen waren die EADS-Aktien zuvor wegen des Triebwerksschaden an dem weltgrößten Passagierflugzeug eingebrochen. Ein mit 459 Menschen besetztes Flugzeug der australischen Fluglinie Qantas war am Donnerstag in Singapur aufgrund der Triebwerkspanne notgelandet, woraufhin die Australier zunächst alle weiteren Flüge mit dem Großraumjet absagten.

Beim Staatsbesuch aus China wurden in Paris noch weitere Milliardenaufträge unterzeichnet. Der französische Atomkonzern Areva hat einen Großauftrag für die langfristige Uranlieferung erhalten. Das Unternehmen werde über die nächsten zehn Jahre insgesamt 20 000 Tonnen Uran an China Guangdong Nuclear Power Holding (CGNPC) liefern, teilte Areva mit. Der Auftrag habe einen Umfang von etwa 3,5 Milliarden Dollar (etwa 2,5 Mrd Euro).

Mit dem Atomunternehmen CNNC habe man sich außerdem auf eine Zusammenarbeit bei der Wiederaufarbeitung geeinigt. Dies sei die letzte Etappe vor Abschluss eines Vertrages. "Areva festigt damit seine strategische Position auf dem wichtigsten Nuklearmarkt", sagte Areva-Chefin Anne Lauvergeon laut einer Pressemitteilung.

APN / APN