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Hintergrund: Continental und VDO in Zahlen

Die Siemens--Tochter VDO geht nicht an die Börse, sondern an den Autozulieferer Continental. Mit zusammen 25 Milliarden Euro Jahresumsatz rückt Conti damit unter die fünf größten Autozulieferer der Welt vor.

Im folgenden die wichtigsten Daten über beide Konzerne:

VDO

Siemens VDO Automotive war bislang eine von zehn Siemens-Sparten und machte mit rund zehn Milliarden Euro Umsatz zwölf Prozent des Geschäfts beim Technologiekonzern aus. VDO stellt vor allem elektrische und elektronische Komponenten für die Autobranche her. Dazu zählen Tachometer, Einspritzsysteme, Fensterheber und Feststellbremsen. VDO erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von rund 670 Millionen Euro. Der Zulieferer mit Sitz in Regensburg beschäftigt weltweit 53.000 Mitarbeiter in 130 Werken. In den 18 deutschen Werken arbeiten gut 20.000 Mitarbeiter. Größte Standorte sind Regensburg, Babenhausen (Hessen) und Würzburg.

Continental

Der hannoversche Konzern gehört zu den führenden Autozulieferern und Reifenherstellern. An mehr als 100 Standorten beschäftigt Conti rund 85.000 Mitarbeiter, in Deutschland rund 30.000. Voriges Jahr machte der Konzern 14,8 Milliarden Euro Umsatz und 982 Millionen Euro Gewinn.

Conti gliedert sich in vier Sparten: Automotive Systems, Pkw-Reifen, Nutzfahrzeug-Reifen und ContiTech. Automotive Systems fertigt vor allem elektronische Brems- und Stabilisierungsprogramme (ABS und ESP). ContiTech stellt unter anderem Antriebe, Schläuche und Transportbänder für den Maschinen- und den Bergbau her. Die letzte große Übernahme gelang Conti vorigen Sommer: Für eine Milliarde Dollar kaufte der Konzern die Autoelektronik-Sparte von Motorola.

Reuters / Reuters