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Hohe Spritpreise: Bahn meldet Boom

Die drastisch gestiegenen Benzinpreise sorgen angeblich dafür, dass viele Autofahrer von der Straße auf die Schiene wechseln. Zwischen Januar und April konnte die Bahn 20 Millionen Fahrten mehr verbuchen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Deutsche Bahn behauptet, dass sie von den steigenden Spritpreisen profitiert. Nach Angaben des Konzerns ist die Zahl der Fahrten in den ersten vier Monaten des Jahres 2008 im Vergleich zu den Fahrten im selben Zeitraum des Jahres 2007 um 20 Millionen gestiegen. "Immer mehr Autofahrer kaufen Tickets, statt zu tanken", sagte Bahn-Vorstand Karl-Friedrich Rausch der "Bild"-Zeitung.

Bei näherer Betrachtung der Zahlen ist zwar immer noch ein Trend hin zur Schiene zu erkennen, die Daten sind aber weit weniger sensationell. In absoluten Zahlen wurden nach Angaben der Bahn gegenüber stern.de in den ersten vier Monaten des Jahres 2007 868 Millionen Tickets gelöst, 2008 waren es 888 Millionen Tickets. Das bedeutet einen Zuwachs von 2,3 Prozent.

Dabei erfreuen sich die ICE-Strecken besonderer Beliebtheit. 3,1 Prozent betrug der Zuwachs hier. Besonders in Hamburg und Berlin stieg zudem die Zahl der S-Bahn-Fahrten, nämlich um 3,7 Prozent.

Obgleich die Bahn den Anstieg bei den Fahrten direkt auf die hohen Benzinpreise zurückführt, kann sie dies, etwa durch Marktforschungsdaten, nicht konkret belegen.

DPA/AP / AP / DPA
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