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Russland Möbelhaus: Grausiges Kinderbett im Look des Raketenwerfers Buk M-1

Eine Buk M-1 soll die niederländische MH-17 abgeschossen haben. 298 Menschen starben. Nun hat eine russische Firma ein Kinderbett in Form des Luftabwehrsystems auf den Markt gebracht.

Schöne Träume in der Startrampe - unter den Raketen ist der Bettkasten untergebracht.

Schöne Träume in der Startrampe - unter den Raketen ist der Bettkasten untergebracht.

Da hat der russische Hersteller von Kindermöbeln CaroBus wohl ins Fettnäppfchen gegriffen. Um ihren Kindern einen behüteten Schlaf zu schenken, können patriotische Russen nun ein Kinderbett im Look eines Buk M-1 Launchers kaufen. 

Zur Erinnerung: Vor dem Abschuss der MH-17 im Juli 2014 dürfte kaum jemand gewusst haben, dass sich hinter dem Kürzel BUK M-1 ein älteres Luftabwehrsystem verbirgt. Niederländische Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass die MH-17 über der Ostukraine von einer Rakete abgeschossen wurde, die von einem Launcher dieses Systems gestartet wurde.

In Russland wird das Raketen-Bett auf dem russischen Facebook, VK-Kontakte gefeiert.

In Russland wird das Raketen-Bett auf dem russischen Facebook, VK-Kontakte gefeiert.

Kein Problem für den Firmenchef

Beim Kinderbett sind das Fahrgestell und die Raketen als Abdeckung des Bettkastens gut zu erkennen. Ursprünglich hat CaroBus das Bett auch markig Buk genannt, nach der weltweiten Empörung wurde das Kinderbettchen in Defender unbenannt. Das Launcher-Bettchen gehört zur einer Serie mit dem Namen "Die zukünftigen Verteidiger des Vaterlandes" und kostet etwa 156 Euro. Auf Pressenanfragen hin erklärte CaroBus-Chef Anton Koppel: "Ich sehe nichts Schlimmes in einem Bett wie diesem hier. Manche Kinder wollen Ärzte werden, andere Banker und manche eben Soldaten."

Die weltweiten Empörung macht dem Geschäft nichts aus, das Bett bekommt einen Ehrenplatz im Schaufenster.

Die weltweiten Empörung macht dem Geschäft nichts aus, das Bett bekommt einen Ehrenplatz im Schaufenster.

Kein Pazifismus im Kinderzimmer

Der westliche, pazifistische Erziehungsstil, der Spielzeugwaffen am liebsten komplett aus den Kinderzimmern verbannen möchte, ist in Russland ohnehin nicht populär. Im Gegenteil. Bei den Gedenkfeiern im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg ist es üblich, die Kleinsten in Mini-Ausgaben von historischen Uniformen der Rotarmisten zu kostümieren. 

Bei den letzten Paraden zum Sieg im Weltkrieg kam es zu dieser Szene: Beim Marsch der Truppen am Roten Platz grüßte ein Knirps am Wegesrand unentwegt die stoisch vorbeimarschierten Soldaten. Solange, bis Bewegung in die Kolonnen kam und die Soldaten die vorgeschriebene emotionslose Haltung aufgaben und den Jungen zurück grüßten. Das war eine Szene, so ganz nach dem Geschmack der russischen Staatsmedien (Video unten).

CaroBus muss also sicherlich keine Konsequenzen in Russland befürchten. Zu erwarten ist nach der Berichterstattung eher eine starke Nachfrage nach dem Bett.

Kra