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Kultbrause: Bionade bekommt Werbemaulkorb

Der Hersteller der Kultbrause Bionade darf nicht mehr mit dem Kalzium- und Magnesiumgehalt seiner Limonade werben. Entsprechende Hinweise müssen bis zum 1. August vom Etikett verschwinden.

Bionade darf nicht mit dem Kalzium- und Magnesiumgehalt in seiner Brause werben. Das Landgericht Düsseldorf bestätigte eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Für einen solchen ausdrücklichen Hinweis müsste ein bestimmter Richtwert an Mineralien erreicht werden, den der Hersteller außer bei der Sorte Bionade Aktiv jedoch nicht vorweisen könne. Bis zum 1. August muss das Unternehmen seine Etiketten auf den Flaschen ändern.

Werbehinweis muss vom Etikett

Der Bionade-Konkurrent Landwert Bio Premium hatte die Verfügung gegen die Bionade GmbH Mitte Juni unter Berufung auf europäische Nahrungsmittel-Richtlinien erwirkt. Das Unternehmen machte geltend, dass eine Werbung mit nährwertbezogenen Angaben nur zulässig sei, wenn eine positive Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen sei. Die Bionade GmbH, die gegen die Verfügung erfolglos Widerspruch einlegte, muss nicht nur in allen Werbeauftritten auf die Anpreisung ihres Kalziums- und Magnesiumsgehalts verzichten.

Die Verfügung sieht auch vor, dass auf den Flaschenetiketten die entsprechenden Hinweise entfernt werden. Einzige Ausnahme sei der Bereich, wo Kalzium und Magnesium als reine Zutaten aufgelistet würden, sagte die Sprecherin. Landwert Bio Premium begrüßte die Entscheidung. Dies sei ein wegweisendes Urteil im Dschungel von Bio und Gesundheit, um den Verbraucher stärker aufzuklären», teilte der Bionade-Konkurrent mit. Die Entscheidung der Düsseldorfer Zivilkammer ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Gegen das Urteil kann Bionade Berufung beim Oberlandesgericht in Düsseldorf einlegen. Für eine Stellungnahme war der fränkische Limonaden-Hersteller bis zum späten Nachmittag nicht zu erreichen.

AP / AP