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Kurz vor der Sommerpause: Bundesrat billigt Reformgesetz für Lebensversicherungen

Die Reform der Lebensversicherer ist beschlossene Sache. Die Stabilisierung geht zu Lasten der Kunden, deren Verträge bald fällig sind. Auch Unternehmen müssen mit strengeren Auflagen rechnen.

Die Reform der Lebensversicherer ist beschlossene Sache. Eine Woche nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat die Pläne, mit denen die unter den Niedrigzinsen leidenden Lebensversicherer stabilisiert werden sollen.

Das Gesetz bedeutet mögliche Einbußen für demnächst ausscheidende Kunden bei den stillen Reserven. Zudem soll zum 1. Januar 2015 der Garantiezins für Neu-Verträge von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt werden.

Strenge Auflagen für Unternehmen und Aktionäre

Auf Unternehmen und Aktionäre kommen strengere Auflagen zu. Die Kappung der Bewertungsreserven könnte mit Veröffentlichung der Pläne im Gesetzblatt noch von Ende Juli an gelten.

Wesentliches Ziel ist, die langfristigen Zusagen an alle Kunden zu sichern. Kunden, deren Vertrag bald endet oder die demnächst kündigen, sollen nicht mehr zur Hälfte an Bewertungsreserven bei festverzinslichen Wertpapieren beteiligt werden.

Die Ausschüttungssperre für Dividenden wird fällig, wenn eine Garantieleistung gefährdet ist. Versicherer müssen Kunden stärker an Risikogewinnen beteiligen und Kosten transparenter machen.

stb/DPA / DPA