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Engpass vor Weihnachten: Lego gehen die Steine aus

Basteln unterm Weihnachtsbaum - für viele Kinder ist es ein Highlight der Bescherung. Doch Lego meldet wegen enormer Nachfrage einen Engpass in der Bauklotz-Produktion: Nicht alle Produkte werden den Handel rechtzeitig erreichen.

Zwei Kinder vor einer Kiste von Lego-Steinen

Mit so einer hohen Nachfrage hat Lego nicht gerechnet: An Weihnachten könnte so manches Lego-Produkt in den Regalen fehlen.

Engpass vor Weihnachten: Der dänische Spielzeugriese Lego hinkt mit seiner Produktion von Bauklötzchen der riesigen Nachfrage hinterher. Einige neue Bestellungen könnten deshalb vor Weihnachten womöglich nicht mehr ausgeliefert werden, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen. Schuld ist der Höhenflug der Dänen: "Die phänomenale Nachfrage, die wir im ersten Halbjahr erlebt haben, war viel größer, als wir und unsere Kunden und Prognosen erwartet haben - und das bedeutet, dass unsere Fabriken auf der ganzen Welt unter Druck sind."

Bereits bestellte Klötzchen könne Lego den Geschäften noch vor Weihnachten liefern, sagte der Sprecher. "Obwohl wir alles tun, was wir können, (...) werden wir aber nicht alle Produkte ausliefern können, die der Handel in mehreren europäischen Ländern darüberhinaus für 2015 nachfragt." Um welche Sets es sich handeln könnte und wo Lego unter dem Weihnachtsbaum fehlen wird, sagte er nicht.

Lego Investiert - Nachfrage steigt

Im ersten Halbjahr hatte Lego in lokaler Währung 18 Prozent mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum. Für 2015 steuert Lego deshalb erneut auf einen Rekordgewinn zu. Gute Verkaufszahlen bescherten den Dänen zuletzt vor allem Klassiker wie Lego City oder Technic.

Bis 2022 will der Spielzeughersteller in Fabriken in Mexiko, Ungarn und Dänemark investieren, "um der wachsenden Nachfrage nach Lego-Produkten gerecht zu werden", hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Ab November wollen die Dänen ihre Produktionsstätte in Mexiko ausbauen und in den kommenden Jahren geschätzt 3000 neue Arbeitsplätze schaffen. An seinem Hauptsitz in Billund will das Unternehmen längerfristig daran forschen, ob Lego-Steine aus nachhaltigeren Materialien als Plastik hergestellt werden könnten.

amt / DPA