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McDonald's: "Viel Raum" für neue Restaurants

1260 Burgerimbisse sind nicht genug: Die US-Schnellrestaurantkette McDonald's sieht in Deutschland noch großes Potenzial für neue Verkaufsstätten. Dabei setzt der Fastfood-Mulit aber auf die neuen Kaffeehäuser "McCafé".

Bei 80 Millionen Einwohnern gäbe es dort eben so viele McDonald's-Filialen wie in Frankreich oder England, die nur 60 Millionen Einwohner zählten, sagte Bane Knezeviv, Deutschland- und Westeuropa-Chef der Kette, der "WELT" (Freitagausgabe). "Daher sehe ich für die Zukunft noch viel Raum". "Auch eine Metropole wie Berlin bietet durchaus die Möglichkeit für eine sehr viel höhere Anzahl von McDonald's Restaurants", sagte der Serbe, der seit knapp einem Jahr an der Spitze der Zentrale in München steht. McDonald's betreibt in Deutschland 1260 Restaurants.

Kampfansage an Tchibo und Starbucks

Zum Wachstum sollten auch die Kaffeehäuser "McCafé" beitragen, die im vergangenen Jahr 4,7 Millionen Euro Umsatz erzielten. "Langfristig sehen wir bei McCafé in Deutschland ein Umsatzpotenzial von 80 Millionen Euro jährlich", sagte Knezevic. Statt bisher 100 will das Unternehmen in den kommenden drei bis vier Jahren "400 bis 500 McCafés" betreiben, sagte Knezevic. "McCafé" liegt nach Angaben der Zeitung hinter Tchibo mit rund 500 Cafes im Markt an der zweiten Stelle, der US-Konkurrent Starbucks betreibt nach eigenen Angaben in Deutschland knapp 60 Filialen.

Auch im Bemühen, die Vorwürfe einer ungesunden Ernährungsweise Vorschub zu leisten, zu entkräften, sieht sich der US-Konzern auf einem erfolgreichen Weg. Die vor gut zwei Jahren ins McDonald's-Programm genommenen Salat-Angebote bezeichnete Knezevic als Erfolg. "Die Salate und die leichten Gerichte zählen wir längst zu den Klassikern. Sie bleiben". McDonald's sei mit 16.000 verkauften Tonnen Deutschlands größter Salatverkäufer, sagte der Westeuropa-Chef.

DPA / DPA
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