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Verbraucher-Abstimmung: Chipsletten sind die "Mogelpackung des Jahres"

Geschrumpfte Chips, Smarties-Schwund oder Light-Salami mit mehr Fett als das Original: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat über die "Mogelpackung des Jahres" abstimmen lassen. Der "Sieger" ist eindeutig.

September 2018: Lorenz Snack-World hat die Füllmenge seiner Chipsletten drastisch reduziert - von 170 Gramm auf 100 Gramm. Damit dies nicht so auffällt, griff man zu einem ganz besonderen Trick: Die Röhrenchips wurden in Umfang und Gewicht geschrumpft (1,6 statt 2 Gramm) sowie die Verpackung leicht geändert. Da der Preis im Laden nur geringfügig reduziert wurde oder sogar gleich blieb, beträgt die Preiserhöhung laut Verbraucherzentrale Hamburg 50 bis 70 Prozent.

1. Platz (mit 59% der Stimmen): Chipsletten von Lorenz Snack-World

Um die Reduzierung der Füllmenge von 170 Gramm auf 100 Gramm zu verschleiern, wurden die Röhrenchips in Umfang und Gewicht geschrumpft (1,6 statt 2 Gramm), die Verpackungshöhe aber fast gleich belassen (20,5 statt 22 cm). Da der Preis im Laden nur geringfügig reduziert wurde oder sogar gleich blieb, beträgt die Preiserhöhung laut Verbraucherzentrale Hamburg 50 bis 70 Prozent. Lorenz Snack World begründet die Schrumpfkur mit der Überarbeitung der Verpackung, die sich nun besser recyceln ließe.

Mit dem Titel der "Mogelpackung des Jahres" zeichnet die Verbraucherzentrale Hamburg auch 2019 einen besonders krassen Fall von versteckter Preiserhöhung aus. Bis zum 20. Januar konnten Verbraucher aus fünf Kandidaten ihren Favoriten für den Negativpreis küren. Zur Wahl standen in diesem Jahr Chipsletten von Lorenz Snack-World, Smarties von Nestlé, Babybel-Käsekugeln, Light-Salami von Lidl sowie Apfelkraut von Grafschafter (siehe Fotostrecke).

Die Abstimmung ergab einen eindeutigen "Sieger": Von rund 40.000 Teilnehmern stimmten mehr als die Hälfte für die Chipsletten als Mogelpackung des Jahres. "Noch nie war das Votum der Verbraucher so klar wie bei dieser Wahl der Mogelpackung des Jahres", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Insgesamt sind laut Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr fast 2000 Beschwerden über Mogelpackungen bei den Verbraucherschützern eingegangen. Aus diesen erstellten die Verbraucherschützer die Shortlist für die aktuelle Abstimmung.

Der Schmähpreis für die Mogelpackung des Jahres wird zum fünften Mal vergeben. Die bisherigen Preisträger sind das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker, Evian Wasser von Danone, Bebe-Creme von Procter & Gamble sowie Pampers-Windeln ebenfalls von Procter & Gamble.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg 

Mogelpackung des Monats: Light-Salami von Lidl hat mehr Fett und Kalorien als das Original
Salami Light

Die Light-Salami der Lidl-Marke Dulano ist auf 100 Gramm gerechnet nicht nur rund ein Drittel teurer als die normale Truthahnwurst. Sie enthält auch mehr Fett und Kalorien als das Original. Während die normale Salami 18 Prozent Fett enthält, sind es in der Light-Version 20 Prozent. Bei den gesättigten Fettsäuren sind es laut Verbraucherzentrale sogar 25 Prozent mehr. Rein rechtlich darf "Light" draufstehen, weil die Truthahnsalami weniger Fett enthält als eine normale Schweinefleischsalami - irreführend ist es trotzdem.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.