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Nach Erdbeben in Japan Hohe Kursverluste an Börse, Autohersteller stoppen Produktion


Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan sind die Kurse an der Börse von Tokio am Montag stark gefallen. Auch die Autohersteller waren stark betroffen. Die Unternehmen Toyota und Honda mussten vorübergehend ihre Produktionen in Japan stoppen.

Der japanischen Autokonzern Toyota hat wegen der Erdbebenkatastrophe seine Produktion auf dem Heimatmarkt gestoppt. Die Fließbänder in den zwölf japanischen Werken würden bis Mittwoch stillstehen, teilte Toyota am Montag mit. Dadurch werde die Produktion um 40.000 Fahrzeuge sinken. Im Januar hatte Toyota in Japan rund 234.000 Fahrzeuge gebaut. Der Autobauer Honda Motor erklärte zudem, er werde seine Produktion in Japan wegen der Erdbebenschäden bis Sonntag einstellen.

An der Börse stürzten die Aktien der beiden Autobauer ab: Toyota gaben knapp acht Prozent nach, Honda verloren mehr als sechs Prozent.

Der Nikkei-Index verlor bis zum Börsenschluss 6,18 Prozent und fiel um 633,94 Punkte auf 9620,49 Punkte. Er unterschritt damit die wichtige Schwelle von 10.000 Punkten deutlich. Der Kursverlust war der größte seit Dezember 2008 auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise. Kursverluste gab es auch an anderen asiatischen Börsen, allerdings in weit geringerem Ausmaß.

Auch die massiven Störfälle in mehreren japanischen Atomkraftwerken zeigten an der Tokioter Börse Wirkung. Die Aktien des Akw-Betreibers Tepco fielen um 23,57 Prozent, bis der Handel mit den Papieren ausgesetzt wurde.

Stabil zeigte sich der japanische Yen. Nachdem die Bank von Japan eine Finanzspritze von 15 Billionen Yen bekanntgegeben hatte, stieg der Kurs sogar vorübergehend auf einen Höchststand von 80,60 Yen für einen US-Dollar. Später gab der Kurs allerdings auf 82,07 Yen pro Dollar nach. Der Euro-Kurs lag bei 114,37 Yen.

AFP/Reuters Reuters

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