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Toyota: Japanische Autoproduktion durch Naturkatastrophen mehr als halbiert

Von den Bändern der japanischen Autobauer sind in deren Heimat wegen des verheerenden Erdbebens im März weniger als halb so viele Autos vom Band gelaufen wie noch vor einem Jahr. Allein die Produktion beim weltgrößten Hersteller Toyota lag im vergangenen Monat mit knapp 130.000 Fahrzeugen 62,7 Prozent unter dem Ergebnis im März vor einem Jahr.

Die Beben-Katastrophe in Japan bringt den weltweiten Spitzenplatz des Autobauers Toyota in Gefahr. Wegen der gewaltigen Produktionsausfälle droht der Konzern in diesem Jahr deutlich zurückzufallen und von General Motors (GM) und Volkswagen überrundet zu werden. Analyst Koji Endo von Advanced Reasearch Japan geht davon aus, dass GM mit einer Produktion von über acht Millionen Fahrzeugen den ersten Rang übernimmt, VW mit rund sieben Millionen Autos zur Nummer zwei wird und Toyota auf den dritten Platz abrutscht. Damit hätte Europas größter Autobauer Toyota schneller überholt als geplant. Ziel des Wolfsburger Konzerns war bisher, die Japaner bis 2018 vom Thron zu stoßen.

Seit 2008 kann sich Toyota auf die Fahnen schreiben, der weltgrößte Autobauer zu sein. Im vergangenen Jahr verkauften die Japaner 8,42 Millionen Autos, GM 8,39 Millionen und Volkswagen 7,2 Millionen.

Wegen fehlender Teile und unterbrochener Stromversorgung kam Toyota im März auf nur gut ein Drittel der üblichen Produktion. In Japan baute Toyota lediglich 129.491 Autos - 62,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Es war der schwächste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen 1988, wie ein Sprecher am Montag erläuterte. Weltweit ging die Produktion um knapp 30 Prozent auf 542.465 Fahrzeuge zurück. Jüngsten Angaben zufolge rechnet der Autobauer erst zum Jahresende mit einer Rückkehr der Produktion auf ein normales Niveau. Rivale Honda äußerte sich am Montag ähnlich zu den Aussichten für die heimische Fertigung. Bis Ende Juni werde diese sich auf lediglich die Hälfte der ursprünglichen Pläne belaufen.

AFP/Reuters / Reuters