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Nach Übernahme durch Benko: Vielen Karstadt-Filialen droht die Schließung

Mit der Übernahme des völlig verschuldeten Karstadt-Konzerns durch den Investor René Benko drohen offenbar neue Einschnitte. Bis zu 20 Filialen könnten geschlossen werden.

Nach dem Eigentümerwechsel bei der Warenhauskette Karstadt droht einem Bericht zufolge mehreren Häusern die Schließung. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag unter Berufung auf das Umfeld des neuen Eigentümers René Benko berichtete, will der Karstadt-Aufsichtsrat am kommenden Donnerstag über ein Sanierungskonzept beraten. Mittelfristig könnten "15 bis 20 Häuser" geschlossen werden, hieß es demnach. Vorher solle jedes Haus auf seine Rentabilität geprüft werden.

Die Signa-Holding des österreichischen Immobilienunternehmers Benko hatte am Freitag mitgeteilt, sie übernehme die verschuldete Warenhauskette Karstadt komplett. Es fließe kein Kaufpreis, betonte Signa. Der bisherige Besitzer Nicolas Berggruen hatte Karstadt im September 2010 für einen Euro übernommen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Benkos Umfeld weiter berichtete, will der Unternehmer "zehn Jahre oder mehr" dabeibleiben und dabei auch in das Unternehmen investieren. Demnach plant er, Markenhändler als zusätzliche Mieter in Karstadt-Häuser zu holen und sie zu größeren Shopping-Zentren umzubauen. Die Gewerkschaft Verdi und der Karstadt-Betriebsrat hatten Benko zuvor aufgefordert, in die Filialen zu investieren. Berggruen wird vorgeworfen, dies nicht getan zu haben.

she/AFP / AFP