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Nach Wallraff-Reportage Burger King lässt sich vom Tüv prüfen


Die Burger-King-Filialen in Deutschland bekommen in den nächsten Wochen Besuch vom Tüv: Mit Hygiene-Kontrollen in den Küchen will die Fastfood-Kette nach turbulenten Wochen ihre Kunden beruhigen.

Nach den Berichten über Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen in einigen ihrer Restaurants setzt die Fastfood-Kette Burger King künftig auf externe Prüfer. Zusätzlich zu den internen Kontrollen solle der Tüv Süd "als externer Kontrolleur in alle unsere Restaurants" gehen, sagte der Deutschland-Chef von Burger King, Andreas Bork.

Der TÜV werde nach einem festgelegten Kriterienkatalog unangekündigt die Lebensmittelsicherheit kontrollieren und Küchenflächen und Arbeitsmittel untersuchen, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Nur diejenigen, die die Tests vor Ort und Laboruntersuchungen bestehen, erhielten eine Bescheinigung. Außerdem solle das Publikum künftig in die Küchen einiger Restaurants blicken dürfen, "denn wir haben nichts zu verbergen", versicherte Bork.

Ein RTL-Team um den Journalisten Günter Wallraff hatte unter anderem über schwere Mängel in Filialen des Franchise-Nehmers Yi-Ko Holding berichtet. Der Geschäftsführer der Firma, Ergün Yildiz, trat wenig später zurück. In vielen der rund 700 deutschen Burger-King-Filialen sei nach dem Bericht der Umsatz zurückgegangen, hatte Bork in der vergangenen Woche der "Bild"-Zeitung gesagt.

Der "Süddeutschen Zeitung" teilte er nun mit, er und seine Kollegen aus der Zentrale versuchten die vielen Arbeitsrechtsstreitigkeiten der Yi-Ko mit ihren Arbeitnehmern beizulegen und in diesen Filialen zum Tarifvertrag zurückkehren.

mad/AFP/DPA DPA

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