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Ölversorgung: Saudis erhöhen Fördermenge

Saudi-Arabien, größter Erdölproduzent der Welt, will seine Fördermengen erhöhen. Das hat der Erdölminister des Landes versprochen. Damit will Saudi-Arabien den stetig steigenden Preisen entgegenwirken.

Saudi-Arabien will seine Ölproduktion im Juli um 200.000 Barrel pro Tag erhöhen, wie Ölminister Ali al Naimi in einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ankündigte. Bereits im Mai hatte das Königreich seine Ölfördermenge um 300.000 Barrel ausgeweitet. Bans Sprecher Farhan Haq informierte am Sonntag in einer E-Mail über das Treffen zwischen dem UN-Generalsekretär und dem saudischen Ölminister in der Hafenstadt Dschidda.

Mit der Ausweitung der Fördermenge soll den steigenden Rohölpreisen entgegengewirkt werden. Der Ölpreis gab am späten Sonntagabend (Ortszeit) im elektronischen Handel an der New Yorker Börse leicht nach. Der Preis für ein Barrel sank um 54 US-Cent auf 134,32 Dollar.

Auch am Montag zeichnete sich eine Entspannung ab. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Auslieferung 133,58 Dollar. Das waren 1,28 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Vor gut einer Woche hatte der WTI-Preis noch ein historisches Hoch von knapp über 139 Dollar erreicht.

Angesichts des drastischen Preisanstiegs hat Saudi-Arabien als größter Ölproduzent der Welt für den 22. Juni zu einer Krisenkonferenz eingeladen, an der Förderer, Abnehmer und auch Ölkonzerne teilnehmen sollen. Nach dem Treffen soll einem Bericht der "New York Times" zufolge eine Produktionssteigerung um 500.000 Barrel bekanntgegeben werden.

DPA/AP / AP / DPA