Quelle Ausverkauf jetzt auch in Shops und Technik-Centern


Die Schnäppchenjagd bei Quelle hat nun auch in den noch bestehenden Technik-Centern und Shops des Unternehmens begonnen. Im Vergleich zum Online-Ausverkauf locken hier unter Umständen noch größere Rabatte als die üblichen 10 bis 30 Prozent.

Nach dem Beginn des Quelle-Ausverkaufs im Internet hat am Montag auch die Schnäppchenjagd in den noch bestehenden Quelle Technik-Centern und 1.200 Quelle-Shops begonnen. Der insolvente Versandhändler wirbt mit Rabatten von bis zu 30 Prozent. Die Shops und Center könnten letztlich aber selbst entscheiden, ob sie ihre Rabatte noch weiter nach oben schrauben wollten, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz.

Im Quelle-Einkaufszentrum in Nürnberg lief der Ausverkauf allerdings nur schleppend an. Nachdem dort bereits seit Wochen Waren verramscht worden waren, standen Schnäppchenjäger nach Ladenöffnung vor vielen leeren Regalen. Verkäufer berichteten, die Ausverkaufsware sollte erst im Laufe des Montags angeliefert werden. Es würden mehrere hundert Paletten erwartet; diese Artikel müssten aber vor dem Verkauf erst noch aufwendig mit neuen Preisschildern versehen werden.

Großteil des Ausverkaufs im Internet

Der Großteil des Ausverkaufs werde wohl vor allem online stattfinden, meinte Schulz. Auf der Internetseite quelle.de waren bis zum Sonntagabend 61.700 Bestellungen abgewickelt worden, am Montagmorgen kamen laut Schulz bis 7 Uhr nochmals 18.000 Bestellungen hinzu. Beim Weihnachtsgeschäft des vergangenen Jahres habe die Zahl der Bestellungen bei gerade einmal 45.900 gelegen, sagte Schulz.

Insgesamt 18 Millionen Räumungsverkaufs-Artikel sollen in den kommenden Wochen im Internet und in den Shops angeboten werden. Die Hälfte der Artikel ist Mode. Möbel sollen mit 20 Prozent, Technik mit 10 Prozent und Kleidung mit 30 Prozent Nachlass verkauft werden. Bis Weihnachten sollen die Lager leer sein. Umtausch ist möglich, Ratenzahlung dagegen nicht mehr - die per Rechnung gelieferte Ware muss innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden. Verbraucherschützer raten, sich als Kunde nur auf die Zahlung per Rechnung und nicht per Vorkasse einzulassen.

AP/DPA/Reuters AP DPA Reuters

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