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Rekordhoch zum Jahresbeginn: ifo-Geschäftsklimaindex erreicht 110,3 Punkte

Der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte zum Jahresbeginn auf ein Rekordhoch von 110,3 Punkten. Das ist der höchste Wert seit dem Beginn der gesamtdeutschen Erfassung 1991.

Die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist zu Jahresbeginn auf ein Rekordhoch geklettert. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 109,8 Punkten im Dezember auf 110,3 Zähler im Januar, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Freitag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit dem Beginn der gesamtdeutschen Erfassung 1991. Mit ihrer momentanen Geschäftssituation seien die Unternehmen in Deutschland genauso zufrieden wie im Dezember, erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Ihre Aussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten die rund 7000 befragten Unternehmen aber günstiger als im vergangenen Monat.

Vor allem die Betriebe im Bau-Hauptgewerbe zeigen sich demnach mit ihrer momentanen Situation zufriedener. Nach einem Rückgang Ende 2010 sei der Geschäftsklimaindex in der Branche im Januar wieder gestiegen. Für die nächste Zeit rechne sie außerdem "mit einem deutlichen Anziehen der Geschäfte", erklärte Sinn. Auch im verarbeitenden Gewerbe stünden die Zeichen weiter auf Aufschwung: Sowohl der Index zur Beurteilung der aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die Zukunft hätten weiter zugelegt.

Unter Dienstleistungsunternehmen sei die Stimmung "unverändert gut". Die Geschäftserwartungen für das nächste halbe Jahr seien "erneut positiver als im Vormonat". Die Dienstleistungsunternehmen wollten außerdem in den kommenden Monaten vermehrt Mitarbeiter einstellen, erklärte Sinn.

Im Einzel- und im Großhandel hingegen sei das Geschäftsklima nach einem steilen Anstieg im Dezember zum Jahresbeginn wieder "etwas abgekühlt", erklärte der ifo-Chef. In beiden Bereichen bewerteten die Unternehmen ihre derzeitige Lage als "nicht mehr ganz so gut wie im zurückliegenden Monat". Auch hinsichtlich der Erwartungen für das kommende halbe Jahr habe der Optimismus etwas nachgelassen.

AFP / AFP