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Rezession in Europa: Weltbank senkt Wachstumsprognose

Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum erneut nach unten korrigiert. Sie erwarte, dass die Wirtschaft in diesem Jahr nur um 2,2 Prozent wachsen werde.

Die globale Wirtschaft steht nach Einschätzung der Weltbank vor gefährlichen Unwägbarkeiten. Hohe Arbeitslosigkeit in den Industrienationen, nachlassendes Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern und ein weiter schwächelnder Welthandel zählten derzeit zu den größten Problemen, heißt es im neuen Weltwirtschaftsbericht der Entwicklungshilfe-Organisation, der am Mittwoch (Ortszeit) in Washington veröffentlicht wurde.

So hat die Weltbank ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gesenkt. Sie geht nun davon aus, dass die Weltwirtschaft nur noch um 2,2 Prozent wächst und damit hinter dem Plus von 2,3 Prozent des vergangenen Jahres zurückbleibt. Im Januar hatte sie noch einen Zuwachs von 2,4 Prozent prognostiziert.

Weltwirtschaft zukünftig weniger schwankungsanfällig

Hintergrund für das langsamere Wachstum sei zum einen die schwerer als erwartet ausgefallene Rezession in Europa. Zum anderen würden die großen Schwellenländer wie China, Brasilien, Indien und Russland, die mit ihrem Wirtschaftsboom jahrelang die globale Konjunktur angetrieben hatten, nicht mehr so stark wachsen wie vor der Finanzkrise. Die Wachstumserwartung für diese Gruppe korrigierte die Weltbank für dieses Jahr von 5,5 auf 5,1 Prozent. 2014 und 2015 werde die BIP-Zunahme 5,6 und 5,7 Prozent betragen.

Die Weltwirtschaft dürfte zwar in der Zukunft weniger schwankungsanfällig sein, aber auch weniger stark wachsen, sagte der Autor des Berichts, Andrew Burns. Das liege weniger an einer mangelnden Nachfrage sondern vielmehr daran, dass das Wachstum in der Vorkrisenzeit stark von einer Blasenbildung befeuert worden sei. Für 2014 rechnet die Weltbank nun mit einem globalen Wachstum von drei Prozent, das 2015 auf 3,3 Prozent anziehen soll.

kgi/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters