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BBC-Kündigungen: "Netflix-Effekt" schlägt zu: Viele Briten sparen sich die Rundfunkgebühr

Anders als in Deutschland können die Briten ihr öffentlich-rechtliches Rundfunk-Abo kündigen. Und das tun sie offenbar zunehmend: Die britische BBC verzeichnete innerhalb eines Jahres 860.000 Kündigungen.

Sie will nach ganz oben, in ihm brodelt die dunkelste Dunkelheit.

Der Erfolg von Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video hat offenbar Folgen für die britische BBC. Der wohl bedeutendsten öffentlich-rechtlichen Rundfunkorganisation der Welt laufen zunehmend die Gebührenzahler weg, wie die Londoner "Times" berichtet.

Demnach musste die BBC innerhalb eines Jahres 860.000 Kündigungen britischer TV-Lizenzen verkraften. Dies entspricht mehr als 2300 Kündigungen pro Tag und markiere den ersten Anstieg von Kündigungen seit fünf Jahren, schreibt die Zeitung. Im Vorjahr hatten noch 798.000 zahlende Zuschauer ihr BBC-Abo gekündigt. Die Kündigungszahlen seien die ersten offiziellen Daten, die einen "Netflix-Effekt" belegten, der Zuschauer der BBC komplett den Rücken zuwenden ließe, schreibt die "Times". "Die BBC spürt den kalten Atem des 'Netflix-Effekts'", formuliert es die Nachrichtenagentur Bloomberg.

BBC muss um Gebührenzahler kämpfen

Anders als in Deutschland müssen die Briten die öffentlich-rechtliche TV-Gebühr nur zahlen, wenn sie ein Fernsehgerät besitzen oder sich für den Onlinedienst iPlayer der BBC registrieren. In Deutschland muss jeder Haushalt geräteunabhängig den Rundfunkbeitrag zahlen, der zum 1. Januar 2013 die alte GEZ-Gebühr abgelöst hat. Gegen alle Kritik hat das Bundesverfassungsgericht 2018 die Rechtmäßigkeit des Rundfunkbeitrags - derzeit 17,50 Euro im Monat - im Wesentlichen bestätigt.

Die Briten zahlen für eine TV-Lizenz der BBC im Jahr rund 170 Euro. Die öffentlich-rechtliche Institution muss nun kämpfen, um die zahlenden Zuschauer bei der Stange zu halten. Und so schlecht, wie die hohen Kündigungszahlen nahelegen, steht die BBC auch gar nicht da.

Denn die BBC verliert nicht nur Kunden, sie gewinnt auch neue. Erst im März des vergangenen Jahres stieg die Zahl der TV-Lizenzen laut "Times" auf den Rekord von 25,8 Millionen - verantwortlich dafür war ein Zuwachs der Bevölkerung. Aber auch Netflix ist auf dem Vormarsch: Der Streaming-Dienst hat Analysten-Schätzungen zufolge in Großbritannien 9,78 Millionen Abonnenten.

Quellen: Times / Bloomberg

bak
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.