VG-Wort Pixel

Müllfrei bis 2020 San Francisco verbietet Styroporverpackungen von Fastfood

Coffee-to-Go und Styropor: Müllverbot in San Francisco
Coffee-to-Go und Styropor: Müllverbot in San Francisco
© picture alliance / Photoshot
Kaffeebecher aus Plastik und Styropor-Verpackungen von Fastfood haben in San Francisco keine Chance mehr. Die Stadt hat ein weitreichendes Verbot ausgesprochen - und will so die Müllberge in den Griff kriegen.

Der Kaffee kommt in den Coffee-to-go-Becher, das Essen vom Chinesen wird in eine Styropor-Schale gefüllt, genauso wie Burger bei der Fastfood-Kette. Wer unterwegs isst, macht Müll. Und das nicht zu knapp. In San Francisco ist damit nun Schluss. Die Stadt hat ein umfangreiches Verbot für Plastikverpackungen beschlossen. Ab dem 1. Januar 2017 werden Styropor-Kühlboxen und Co. aus der Stadt verbannt. Die Schalen aus dem Kunststoff werden zum 1. Juli 2017 verboten, berichtet das Nachhaltigkeitsportal "Utopia.de".

San Francisco will bis 2020 müllfrei sein

Mit diesem Schritt will die Stadt sauberer werden. Bereits 2007 hatte San Francisco den Einsatz von Polystyrol in Behältern zum Mitnehmen verboten. Mit dem damaligen Vorgehen war San Francisco nicht allein, in rund 100 weiteren Städten in den USA gab es ähnliche Verbote oder Maßnahmen.

Das Verbot von Styropor ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu "Zero-Waste"-City, denn San Francisco will bis 2020 müllfrei werden. Styropor verschmutze Gewässer und sei gefährlich für Tiere, argumentieren die Initiatoren des Gesetzes. In den USA kommt das Material noch deutlich häufiger zum Einsatz als in Deutschland. Während hier Fastfood und Getränke zum Mitnehmen eher in Pappbechern und Schalen verkauft werden, ist Styropor in Amerika weit verbreitet. Zwar kann Styropor recycelt werden, doch gerade in den USA ist das Recyclingsystem noch nicht ausgereift. Häufig landet der Müll auf Deponien - oder noch schlimmer: in der Natur oder in Gewässern. 

Coffee-to-go-Becher in Deutschland

Zwar ist Deutschland beim Thema Müllvermeidung und Recycling schon deutlich weiter als die USA - doch auch hier gibt es noch viel zu tun. Zwar bestehen die Coffee-to-go-Becher in Deutschland meist nicht aus Styropor, sondern Pappe - dennoch sind die Müllberge, die diese Mitnehmbecher verursachen, enorm. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland jährlich rund 2,8 Milliarden Becher verbraucht werden. Rechnerisch verbraucht jeder Deutsche 34 Becher im Jahr.

Hamburg verbannt Kaffeekapseln

Erst kürzlich kündigte die Stadt Hamburg an, keinen Kaffee in Kapseln mehr für die Stadtverwaltung einzukaufen. Auch Einweggeschirr, PET-Flaschen und Chlor-Putzmittel wurden von der Einkaufsliste der Stadt gestrichen. 

kg

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker