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SCHLUSSVERKAUF: Schnäppchenjagd im Winterschlussverkauf

Mit ungewöhnlichen Sonderaktionen lockt der Einzelhandel die Kunden diesmal zum traditionellen Winterschlussverkauf, Preisabschläge von über 70 Prozent winken.

Viele große Warenhäuser öffnen am Montag bereits um 08:00 Uhr. Für Frühaufsteher gewährt etwa die Galeria-Kaufhof in den meisten Warenhäusern auf viele Artikel einen zusätzlichen Rabatt zwischen 08:00 und 10:00 Uhr von zehn Prozent auf die schon herabgesetzte Ware. Konkurrent Karstadt kontert in Zeitungsanzeigen mit Rabatt-Kupons von bis zu 50 Prozent auf ausgewählte, bereits reduzierte Artikel.

Großes Angebot verstopft die Lager

Der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, versicherte, dass auch bei dem bis zum 9. Februar dauernden Winterschlussverkauf der Wettbewerb funktioniert. »Die Kunden werden nicht getäuscht.« Selbst Sonderangebote werden im Schlussverkauf nochmals reduziert. Das Angebot an stark reduzierten, qualitativ hochwertigen Markenartikeln ist nach HDE-Einschätzung hoch, da die Lager der meisten Waren- und Modehäuser wegen des bisher vorwiegend milden Winters noch gut gefüllt sind. Der HDE rechnet zumeist mit Preisnachlässen zwischen 30 und 50 Prozent.

Viele Sonderaktionen

Der Essener KarstadtQuelle-Konzern teilte mit, dass in der Spitze Preisabschläge von bis zu 70 Prozent offeriert werden. Unter dem Motto »Winter-Schluss-Rabattz - Doppelt spart besser« offerierte die Warenhaus-Gruppe in Zeitungsanzeigen an den 187 Standorten je einen Kupon für einen weiteren Preisnachlass von 50 Prozent, 30 Prozent und 20 Prozent auf bestimmte Sortimente. Zudem können die Kunden wie beim Kaufhof oder SinnLeffers noch ihre Kundenkarten nutzen, um weitere Rabatte gut geschrieben zu bekommen. »Als Ergebnis erwarten wir den kleinpreisigsten Winterschlussverkauf in der Karstadt-Geschichte«, erklärte ein Unternehmenssprecher.

Ungebrochene Beliebtheit

HDE-Sprecher Pellengahr erinnerte daran, dass auch nach Abschaffung des Rabattgesetzes der Schlussverkauf besonders für den innerstädtischen Handel ein wichtiges Ereignis ist, auf das die meisten Unternehmen nicht verzichten können. Aber auch bei den Verbrauchern ist der zweiwöchige Schlussverkauf ungebrochen beliebt. Wer die Schlussverkaufregelungen im Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb streichen will, schafft letztlich die Schlussverkäufe selbst ab. »Das ganze Jahr Schlussverkauf ist eine Illusion der Verbraucherverbände«, erklärte Pellengahr.