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SHOPPING: Umsatzeinbußen beim Versandhandel

Gegen den Trend legten aber Spezialversender merkbar zu. Die Branche hält insgesamt einen Anteil von 5,6 Prozent am Gesamthandelsumsatz.

Der Versandhandel in Deutschland hat Umsatzeinbußen von 2,4 Prozent zu verkraften. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 20,4 Milliarden Euro umgesetzt, wie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels berichtete. Damit hält die Branche jedoch ihren Anteil von 5,6 Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz.

Spezialisten legten zu

Durchaus differenziert ist die Umsatzentwicklung in den einzelnen Bereichen des Versandhandels zu sehen: Während der Versandhandel mit warenhausähnlichem Angebot 4,3 Prozent Umsatz verlor, legten die Spezialisten - sozusagen die Fachhändler unter den Versendern - um 5,3 Prozent zu.

Schwache Binnenkonjunktur

Verbandspräsident Klaus Wirth sagte, dass die schwache Binnenkonjunktur in Deutschland und die fortdauernde Angst der Verbraucher vor einem Verlust des Arbeitsplatzes hemmten die Konsumfreudigkeit genauso wie die stetig steigende Steuer- und Abgabenbelastung der Bürger, so Wirth. Zusätzlich wird die Kaufzurückhaltung durch die schrecklichen Ereignisse des 11. September erheblich gebremst.

Vorwurf an Politik

Der Politik warf Wirth vor, den Einzelhandel als Stiefkind zu behandeln. »Den Menschen muss genug Freiraum für Konsumausgaben und Zuversicht in eine stabile wirtschaftliche Entwicklung gegeben werden«, sagte er. Er forderte, die Arbeitnehmer endlich spürbar zu entlasten und die Konjunktur anzukurbeln.

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