HOME

Sicherheitslücken: China verschärft Firmenspionage

China verstärkt nach Informationen des Verfassungsschutzes die elektronische Spionage in deutschen Unternehmen. Gefahr droht vor allem für mittelständische Unternehmen.

Von Friederike von Tiesenhausen, Astrid Maier, Claus Hecking

"In letzter Zeit haben wir verstärkt chinesische Hackerangriffe festgestellt", sagte der Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans Elmar Remberg, im Interview mit der "Financial Times Deutschland" (FTD). Auch andere westliche Staaten registrierten mehr Wirtschaftsspionage aus China, sagte er.

Zu den Aufgaben des Verfassungsschutzes gehört lediglich, Spionage durch ausländische Nachrichtendienste oder Staatsfirmen zu untersuchen - nicht jedoch die Ausspähung durch privatwirtschaftliche Konkurrenten. Nach verschiedenen Schätzungen entstehen der deutschen Wirtschaft durch Know-how-Diebstahl pro Jahr insgesamt Schäden in Milliardenhöhe.

Chinesen spionieren mittels Computer

Remberg weist mit seinen Aussagen auf ein diplomatisch brisantes Thema hin: Vor allem Russland und China betreiben laut Remberg Wirtschaftsspionage in Deutschland. Beide Staaten sind wichtige Handelspartner der Bundesregierung. Dabei nutzen beide die offenen Flanken deutscher Unternehmen aus. "Während die russischen Dienste noch primär mit klassischen Agenten arbeiten, sind die Chinesen nach unseren Erkenntnissen hauptsächlich auf dem elektronischen Sektor aktiv", sagte Remberg.

Dabei helfe den Chinesen die zunehmende Vernetzung. "Elektronische Attacken nehmen zu", sagte Remberg. Die Szene in China gilt als besonders aktiv und kompetent. Oliver Winzenried, Chef des IT-Sicherheitsanbieters Wibu, hat im Februar für einen internationalen Hacker-Wettbewerb eine Seite eingerichtet. "Alleine 1000 Zugriffe am Tag auf die Seite kommen aus China", so Winzenried. "Hacker in China sind sehr gut ausgebildet. Sie verfügen über gute mathematische und kryptografische Kenntnisse."

Große Sicherheitslücken bei kleinen Unternehmen

Besonders gefährdet sind nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) deutsche Mittelständler. "Die großen Konzerne haben alle Sicherheitsabteilungen", sagt ASW-Geschäftsführer Berthold Stoppelkamp. "Bei den kleineren Unternehmen bestehen dagegen nach wie vor große Sicherheitslücken." Ein neues Sicherheitsrisiko stellt die bei Firmen beliebte Internettelefonie dar. "Hier potenzieren sich zwei Gefahren: Kommunikation an sich und das Internet", warnt Remberg.

Der Verfassungsschutz hält zudem Praktikanten für eine mögliche Gefahrenquelle. Nach Ansicht von Robin Kroha vom Beratungsunternehmen Control Risks sind viele Firmen zu gutgläubig: "Eine systematische Überprüfung von Lebensläufen gibt es bei uns gar nicht, gerade bei Praktikanten."

Ausspionierte Firmen scheuen Öffentlichkeit

Aus Angst vor negativer Öffentlichkeit verheimlichen viele Unternehmen verdächtige Aktivitäten. Remberg regt einen engeren Dialog mit dem Verfassungsschutz an. Im Gegensatz zur Polizei müsse der Verfassungsschutz Informationen nicht direkt an die Staatsanwaltschaften weitergeben. "Für unsere Arbeit sind diese Informationen jedoch wichtig, um Methoden zu erkennen." Wirtschaftsspionage gelangt wegen der schwierigen Beweisführung sehr selten vor Gericht. Bei klaren Hinweisen hat sich der Verfassungsschutz auch schon bei den Spionagestaaten beschwert. "Das heißt aber nicht, dass sie es nicht trotzdem wieder tun", sagte Remberg.

FTD
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Claus Hecking