Skeptischer Blick auf die Marktlage MAN will länger kurz arbeiten


Der Lastwagenhersteller MAN ist für eine Verlängerung der Kurzarbeit.

Der Lastwagenhersteller MAN ist für eine Verlängerung der Kurzarbeit. "Wenn sich die Situation nicht verbessert, würde ich eine Verlängerung dieses Instruments unterstützen", sagte Finanzvorstand Frank Lutz dem "Handelsblatt". "Abhängig von der Lage müssen wir im Sommer überlegen, ob wir die Kurzarbeit über Anfang 2011 verlängern wollen."

Beim Münchner Lastwagenhersteller sind derzeit 12.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Das Unternehmen spart dadurch nach eigenen Angaben rund 180 Millionen Euro pro Jahr. Nach der aktuell gültigen Regelung müsste im Januar 2011 die Kurzarbeit bei MAN enden.

Der Konzern blickt derzeit skeptisch auf die Märkte. "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", sagte Lutz der Zeitung. "Wir sehen einen leichten Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen, sind aber weiter sehr vorsichtig. Wir halten es noch für verfrüht, um eine Trendwende am Markt auszurufen."

In China will MAN zusammen mit dem dortigen Unternehmen Sinotruk, an dem der Konzern 25 Prozent plus eine Aktie hält, in Kürze Lastwagen bauen. "Wir sind gerade dabei, mit Sinotruk eine neue gemeinsame Marke aus der Taufe zu heben, unter der bereits schon bald die ersten Lastwagen in China rollen sollen", kündigte Lutz an. Laut MAN soll die die Produktion bis 2015 auf 50.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen. Ein Teil davon sei für den Export bestimmt. Die Lastwagen sollen vor allem nach Asien und Afrika gehen, wie MAN erklärte, ein Verkauf in Europa sei nicht geplant.

APN APN

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