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STAATSDEFIZIT: Eichel geht 2003 von 2,75 Prozent-Defizitquote aus

Bundesfinanzminister Eichel geht nach einem Bericht des »Handelsblatts« kommendes Jahr von einer Defizitquote von 2,75 Prozent aus. Eichel hatte zuletzt bekräftigt, 2003 werde Deutschland die Defizit-Grenze von drei Prozent einhalten.

Bundesfinanzminister Hans Eichel geht nach einem Bericht des »Handelsblatts« kommendes Jahr von einer Defizitquote von 2,75 Prozent aus. Die Zeitung schreibt am Freitag, dies habe sie aus Kreisen der Bundesländer erfahren. Vom Finanzministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Eichel hatte zuletzt am Mittwoch bekräftigt, 2003 werde Deutschland die Defizit-Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Europäischen Union einhalten, ohne jedoch eine konkrete Prognose zu nennen. Dagegen sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die deutsche Staatsdefizitquote 2003 mit vermuteten 3,3 Prozent oberhalb der europäische Defizitgrenze.

Die Zeitung berichtete weiter, Eichel beziffere den Anteil des gesamten Schuldenstandes am BIP für dieses Jahr auf 61 Prozent und für 2003 auf 61,5 Prozent. Im Maastricht-Vertrag ist eine Höchstgrenze von 60 Prozent vorgesehen. Das Gesamtdefizit von Bund, Ländern und Gemeinden werde sich 2003 von rund 63,5 Milliarden Euro auf 52,5 Milliarden Euro verringern.

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