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Steigende Energiepreise Strom- und Gastarife werden teurer


Schlechte Nachrichten für Verbraucher: Nach zahlreichen Erhöhungen zum Jahreswechsel wollen in den nächsten Monaten viele weitere Energieversorger an der Preisschraube drehen.

Gas und Strom werden in den kommenden Monaten erneut teurer. Nach einer aktuellen Analyse des Verbraucherportals Toptarif werden die Preise in den kommenden Wochen trotz des Preisanstiegs zum Jahreswechsel weiter steigen. Mindestens 57 der regionalen Stromanbieter erhöhen ihre Tarife um bis zu 12,1 Prozent, wie das Verbraucherportal Toptarif berichtet.

Im Durchschnitt erhöhen nach derzeitigem Stand 57 Stromversorger ab Februar ihre Preise um 6,2 Prozent. Bereits zum Jahreswechsel hatten rund 160 Anbieter Preiserhöhungen vorgenommen. "In der Spitze muss ein vierköpfiger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 kWh Strom mit Mehrbelastungen von bis zu 110 Euro rechnen", sagt Thorsten Bohg vom Verbraucherportal Toptarif.

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Mehrkosten von bis zu 110 Euro pro Haushalt

Neben zahlreichen kleineren Unternehmen erhöhen auch große Regionalversorger, wie die Stadtwerke in München (+3,2 Prozent), Bremen (+4,5 Prozent), Dresden (+8,2 Prozent) und Bielefeld (+5,8 Prozent) sowie die im süddeutschen Raum ansässige RWE-Tochter Süwag (+5,3 Prozent) die Strompreise im Februar und März. Die angeblichen Gründe für die Erhöhung der Tarife sind vielfältig: "Zwar sind die Beschaffungskosten an der Leipziger Energiebörse (EEX) im vergangenen Jahr um mehr als 40 Prozent zurück gegangen. Dennoch verweisen viele Versorger neben langfristigen Lieferverträgen auf steigende Kosten für die Förderung von Ökostrom im Rahmen der EEG-Umlage sowie auf höhere Netzdurchleitungsgebühren, die an die Verbraucher weitergegeben werden müssten", so Bohg.

Preissenkungen von durchschnittlich vier Prozent planen hingegen nur fünf Stromversorger. Bereits zu Beginn des Jahres ist der Strom bei rund 50 Unternehmen billiger geworden. "In diesen Fällen scheint die Strombeschaffung für 2010 so günstig gewesen zu sein, dass Preissenkungen für private Verbraucher möglich werden", so Bohg.

Auch Gaspreise ziehen weiter an

Nach Preiserhöhungen bei 81 Unternehmen zum Jahresbeginn planen noch 15 weitere Gasversorger Tariferhöhungen von durchschnittlich 7,3 Prozent in den kommenden beiden Monaten. Besonders teuer wird es für die rund 180.000 Kunden der "Mitgas", des größten regionalen Gasversorgers in den neuen Bundesländern. Für sie steigen die Preise um knapp elf Prozent. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh Gas muss demnach mit Preissteigerungen von 146 Euro im Tarif der gesetzlichen Grundversorgung rechnen.

Lediglich fünf Versorgungsunternehmen haben sinkende Preise angekündigt. Ursache für die Preiserhöhungen ist der gestiegene Ölpreis. "Insgesamt geht der Trend steigender Gastarife mit dem höheren Preisniveau für Öl und Heizöl einher, dem der Gaspreis mit einem Abstand von rund einem halben Jahr folgt", so Bohg.

Verbraucher müssen sich die Preiserhöhungen allerdings nicht gefallen lassen. Sind Sie davon betroffen, haben Sie im Rahmen eines Sonderkündigungsrechts die Möglichkeit, zu einem günstigeren Versorger zu wechseln. So sparen Sie bares Geld. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen in unserem

Ratgeber "Energiepsaren"

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