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Geld sparen durch Anbieterwechsel: Kunden profitieren vom Wettbewerb am Gasmarkt

Gaskunden in Deutschland können zwischen immer mehr Anbietern wählen: Seit 2008 hat sich deren Zahl verzehnfacht. Verbraucher können dadurch deutlich sparen.

Bei Gasanbietern haben sich die Auswahlmöglichkeiten für private Verbraucher nach einer Untersuchung des Verbraucherportals Toptarif in den letzten Jahren nahezu verzehnfacht. Konnten Haushalte noch Ende 2008 im Schnitt bundesweit zwischen lediglich sechs Gasanbietern wählen, stehen heute durchschnittlich 59 Wettbewerber zu Wahl. 2010 lag die Zahl verfügbarer Alternativen nach Angaben von Toptarif bei 41 Anbietern.

Regional gebe es aber große Unterschiede bei der Auswahl an Gasanbietern. Die größte Vielfalt herrscht demnach mit über 70 Anbietern in Teilen Baden-Württembergs, Schleswig-Holsteins, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens. In Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens haben Verbraucher mitunter deutlich weniger Auswahlmöglichkeiten. Häufig konkurrieren dort nicht mehr als 50 Wettbewerber auf den lokalen Gasmärkten.

Für Haushalte ist dieses große Angebot positiv. Mit einem Wechsel des Anbieters können Verbraucher ihre Energiekosten deutlich senken. Den örtlichen Versorgern bescheinigt Toptarif nur "bedingt konkurrenzfähige Tarife". Im Durchschnitt würden in Großstädten 24 Anbieter vor den günstigsten Tarifen der Grundversorger rangieren.

Wer wechselt, kann sparen

Demnach werden einem vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas rund 1327 Euro jährlich von den örtlichen Grundversorgern in Rechnung gestellt. Bei den günstigeren Angeboten von lokalen Wettbewerbern fallen für die gleiche Menge Gas 1097 Euro an. Durch einen Anbieterwechsel könne eine vierköpfige Familie so rund 230 Euro im Jahr sparen.

Vergleichsweise günstig sind die örtlichen Grundversorger unter anderem in Hamburg, Frankfurt, Bremen, Leipzig und Dresden. Mitunter reicht es daher bereits aus, beim Grundversorger einen neuen Tarif zu wählen. Häufig haben die lokalen Versorger neben den teuren Basistarifen auch günstigere Produkte im Angebot. In anderen Städten schaffen es die besten Tarife der Grundversorger dagegen nicht einmal unter die 40 günstigsten Anbieter.

"Bei der Wahl eines neuen Versorgers ist es ratsam darauf zu achten, ob die angebotenen Tarife auch eine entsprechend lange Preisgarantie besitzen", sagt Dodt. Zusätzlich zu Preisgarantien und Preisfixierungen bieten immer mehr Versorger auch sogenannte Festpreistarife an, bei denen die Gaskosten für zwei oder mehr Jahre eingefroren werden. In einer Periode tendenziell steigender Preise bieten diese Produkte eine längerfristige Kostenbremse. Allerdings sind diese Tarife meist etwas teurer.

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pen/DPA / DPA