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stern-Interview: VW-Betriebsrat fordert Aktienpaket für Mitarbeiter

Mit Patriarch Ferdinand Piëch arbeitet er bestens zusammen - doch für die Zeit danach will er gewappnet sein. Deshalb erhebt VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh im stern-Interview Forderungen für die Zukunft. So sollten die Mitarbeiter an VW beteiligt werden.

Der Betriebsrat von Volkswagen erhebt vor der Verschmelzung von VW und Porsche Forderungen. So sollen die Beschäftigten mit einem Aktienpaket am Unternehmen beteiligt werden. Das sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern. Dabei soll jedoch nicht jeder Mitarbeiter eigene Aktien bekommen. "Wir wollen die Mitarbeiteranteile in einer Stiftung, einer Genossenschaft oder in einem eingetragenen Verein bündeln. Die Dividenden fließen der Belegschaft über soziale Projekte zu", sagte Osterloh, der auch im Aufsichtsrat von Volkswagen sitzt, dem stern. Das Stimmrecht der Aktien soll dann gebündelt wahrgenommen werden. "So können die Belegschaften auch als Aktionär Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens nehmen."

Am Donnerstag wollen die Aufsichtsräte der beiden Autobauer eine Grundlagenvereinbarung für die Verschmelzung von VW und Porsche treffen. Das Kapital in Arbeiterhand soll die Stellung des Betriebsrats für die Zeit nach VW-Patriarch Ferdinand Piëch absichern, mit dem die Mitarbeitervertretung eng kooperiert. "Meinetwegen kann Herr Dr. Piëch gerne noch lange Aufsichtsratsvorsitzender bleiben", sagt Osterloh. "Aber irgendwann wird es Veränderungen geben. Und was weiß ich, mit wem wir es dann zu tun haben."

Genau wie der Vorstand der IG Metall will auch Bernd Osterloh - Europas mächtigster Betriebsrat - im Übrigen ausdrücklich keine Wahlempfehlung für die SPD abgeben. "Wir raten den Kollegen: Schaut euch alle Parteien an."

Lesen Sie das komplette Interview mit Bernd Osterloh im neuen stern.

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