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Studie: Mittelstand trotzt Konjunkturdelle

Dem deutschen Mittelstand ging es im vergangenen Jahr so gut wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Auch 2008 sollen viele neue Jobs geschaffen werden. Zu diesem Ergebnis kommt der "Mittelstandsmonitor" der KFW Bankengruppe.

Der Mittelstand in Deutschland trotzt der Konjunkturabkühlung. Nach einem Boomjahr 2007 bewerteten die Unternehmen zum Jahreswechsel insbesondere die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage weiterhin außerordentlich positiv, erklärte die bundeseigene KFW am Donnerstag bei der Vorlage des Mittelstand-Monitors 2008.

Demnach wollen auch in diesem Jahr viele Unternehmen neue Stellen schaffen und weiter investieren. 2007 sei es dem Mittelstand so gut gegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung - zu diesem Schluss kam die KFW im Rahmen der Studie. Das Geschäftsklima der kleineren und mittleren Unternehmen habe sich im vergangenen Jahr noch einmal verbessert und einen neuen Gesamtjahreshöchststand erreicht.

Viele neue Jobs

Angesichts gefüllter Auftragsbücher und der guten Ertragslage war Ende 2007 gut die Hälfte der Mittelständler zu neuen Investitionen bereit. Das sei das sei der höchste Stand seit sieben Jahren. "Trotz der nachlassenden Konjunkturdynamik zeigt sich der Mittelstand in einer sehr robusten Verfassung", sagte KFW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Die hohe Investitionsneigung belege, dass die Firmen weiterhin auf ein solides Wachstum setzten.

Gut 18 Prozent der Mittelständler wollten zudem im ersten Halbjahr 2008 ihr Personal weiter aufstocken, eine Reduzierung planten hingegen nur 13 Prozent. Der Mittelstandsmonitor wird jährlich von der KFW gemeinsam mit verschiedenen Forschungsinstitute und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform erstellt.

AP/DPA/nic / AP / DPA