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Laut Medienbericht Tesla-Fabrik in Grünheide soll endlich Genehmigung erhalten – mit strengen Auflagen

Tesla Grünheide
Rohbau der Batteriefabrik, die ebenfalls auf dem Tesla-Gelände in Grünheide entsteht
© Patrick Pleul / DPA
Die Hängepartie um die Gigafactory von Tesla in Brandenburg nähert sich offenbar dem Ende. Laut einem Medienbericht ist die endgültige Genehmigung bereits beschlossene Sache und soll zeitnah erfolgen.

Am 9. Oktober soll es auf der Tesla-Baustelle im brandenburgischen Grünheide hoch hergehen. Elon Musk lädt zum Tag der offenen Tür und Tausende Anwohner dürfen kommen, um die Gigafactory in Augenschein zu nehmen. Es wird Touren über das Gelände geben und sogar Musk persönlich hat sich zu dem Baustellenfest angekündigt.

Womöglich wird der Tesla-Chef mit besonders guter Laune anreisen. Denn laut einem Bericht des "Business Insider" steht nun endlich fest, dass die Fabrik die Genehmigung der Behörden bekommen wird. Offiziell verkündet ist noch nichts, doch hinter den Kulissen sei "beschlossene Sache", dass Tesla die Gesamtgenehmigung des zuständigen Brandenburger Landesamts für Umwelt erhalten wird, heißt es in dem Bericht mit Bezug auf Regierungskreise. Schon im November könne die offizielle Genehmigung erfolgen. 

Es wäre das Ende einer langen Hängepartie. Seit rund eineinhalb Jahren baut Tesla in Grünheide mit vorläufigen Genehmigungen, da die Klärung umweltrechtlicher Fragen sich in die Länge zieht. Nun nähert sich die Autofabrik, in der zunächst 500.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr entstehen sollen, der Fertigstellung. Ursprünglich wollte Tesla schon im Juli dieses Jahres mit der Produktion beginnen, doch daraus wurde nichts. Zuletzt sorgte Tesla selbst für weitere Verzögerung, weil der Genehmigungsantrag um den Bau einer Batteriefertigung am selben Standort erweitert wurde, sodass Unterlagen erneut ausgelegt werden mussten.

800 Einwände gegen den Bau

Derzeit läuft eine dreiwöchige Erörterung von 800 Einwänden, die Kritiker gegen den Bau vorgebracht haben und zu denen Tesla im Rahmen eines Konsultationsverfahrens Stellung genommen hat. Die vorgebachten Bedenken der Kritiker drehen sich vor allem Boden- und Gewässerschutz, Schadstoffe und weitere umweltrechtliche Fragen, aber auch um die Verkehrssituation, Arbeitsschutz und allgemeine Verfahrensfragen. 

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke äußerte sich am Mittwoch zuversichtlich, dass das Verfahren zeitnah abgeschlossen werden könne. "Sofern die Anhörung gut läuft und die Einwendungen, die gekommen sind, gut abgearbeitet werden, halte ich es für möglich, dass die Entscheidung über die Genehmigung noch in diesem Jahr kommen wird", sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Politiker betonte aber, dass die "anstehende Genehmigung rechtlich einwandfrei" sein müsse. Dabei vertraue er den zuständigen Behörden in Brandenburg.

Eine Sprecherin des zuständigen Umweltamts erklärte, dass "zum Ergebnis des Bescheids, zum Termin und den Inhalten" zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden könnten. Nach Informationen des "Business Insider" wird die Behörde die Genehmigung an strenge Auflagen knüpfen und vor allem beim Thema Wasser und möglicher Störfälle durch giftige Schadstoffe viele Nachjustierungen einfordern. Dass die Fabrik durch das Umweltamt genehmigt werde, sei aber bereits in kleinem Kreis besprochen.

Quellen: Business Insider / DPA / AFP / Konsultationsbericht


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