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Studie: Mehr Tierwohl beim Fleisch? Zahlt halt keiner

Deutschlands Supermärkte wollen beim Tierwohl in Mastbetrieben besser werden. Doch das kostet Geld. Eine Studie zeigt nun: Die Kunden sind kaum bereit, für bessere Bedingungen im Stall mehr auszugeben.

Fleisch im Supermarkt

Mehr Tierwohl? Ja, klar. Aber mehr kosten darf es eigentlich nicht.

Getty Images

Edeka, Rewe, Aldi und Lidl feierten Mitte Januar den Durchbruch: Fleisch wird bei den vier großen Supermarktketten in Deutschland nun genau gekennzeichnet, damit Verbraucher wissen, wie die Schlachttiere aufgezogen wurden. Und das auch noch einheitlich. Die Initiative Tierwohl, die vom Lebensmittelhandel finanziert wird, hatte diese Schritt angekündigt. 

Eine Studie der Hochschule Osnabrück versetzt dem neuen Kennzeichnungssystem direkt einen Dämpfer. Wie die Forscher herausfanden, sind die Verbraucher kaum bereit, mehr Geld für mehr Tierwohl auszugeben. Bei verpacktem Schweinefleisch würden nur 16 Prozent der Verbraucher ein Interesse am Tierwohl zeigen. Insgesamt zeigten sich die Verbraucher sehr preissensibel. Soll heißen: Mehr Tierwohl bei Mastbetrieben darf nur wenige Cents mehr kosten. 

Mehr Geld für mehr Tierwohl?

"Die Ergebnisse haben uns überrascht. Bisherige Umfragen haben ergeben, dass viele Verbraucher grundsätzlich bereit sind, deutlich mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn es nach höheren Tierwohl-Standards produziert wurde", so Ulrich Enneking von der Hochschule Osnabrück. "Wir wissen jetzt, dass die beobachtete Realität beim tatsächlichen Kaufverhalten differenzierter und komplexer ist. Die grundsätzliche Bereitschaft, im Test mehr Geld für solches Fleisch auszugeben, ist nur bedingt ausgeprägt."

Für die Studie haben die Experten 18.000 Käufe in insgesamt 18 Edeka- und NP-Discount-Märkten ausgewertet. Konkret ging es um Selbstbedienungsware bei Bratwurst, Minutensteak und Gulasch aus Schweinefleisch der Preiseinstiegsmarke "Gut und Günstig" und der Bio-Premiummarke "Bio Janssen" mit einem neuen Produkt im mittleren Preissegment mit Tierwohl-Siegel. Das Ergebnis: Nur minimale Preiserhöhungen zwischen 9 und 13 Prozent wurden akzeptiert, das entspricht einem Plus von rund 30 Cent. Wurde das Gulasch um 26 Prozent teurer, gingen die Verkäufe sehr deutlich zurück. 

Also sind die Bemühungen der Supermärkte völlig sinnlos? Und nur der Preis ist wichtig? Oder anders gefragt: Gibt es gar keine Aufpreisbereitschaft? "Man muss diese sehr differenziert betrachten, da immer zahlreiche Faktoren wie zum Beispiel die Kaufkraft oder das Produkt einen Einfluss auf das Kaufverhalten haben", so Enneking. Der Forscher glaubt, dass sich durch die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels die Kaufbereitschaft durchaus positiver entwickeln könnte.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.